Danke für die Angebote - aber simple CD aus kratzempfindlichen Polycarbonat reicht schon, um dein Gerede nachzuprüfen...
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Danke für die Angebote - aber simple CD aus kratzempfindlichen Polycarbonat reicht schon, um dein Gerede nachzuprüfen...
Ich hab es nicht übers Herz bekommen diese sündhaft teuren Zeiss Lappen zu kaufen. Da meine Objektive überwiegend Alltagsprodukte von MOG, CZJ, KMZ u.a. sind, kann ja schlecht der Lappen mehr kosten, als die Linse :lol:
Hab mich dann mal auf die Suche gemacht und Folgendes bestellt:
Dazu noch Isoprop 99,5 und Ammoniakwasser von Fa. AurelioHTML-Code:https://www.temu.com/goods.html?_bg_fs=1&goods_id=601104294126051&parent_order_sn=PO-076-14028054037111795&_oak_order_sn=076-14027991122551795&_oak_goods_num=1&sku_id=17614057284687&_x_sessn_id=33gu8zwm5q&refer_page_name=bgt_order_detail&refer_page_id=10045_1773240126286_19mpldndj2&refer_page_sn=10045
Damit habe ich bis jetzt das Meiste an Fungus und sonstigen Verunreinigungen erledigen können, auch wenn MC Linsen echt nerven können. Speziell bei den MC Oberflächen gehe ich im letzten Schritt her, hauch die kurz an, und gehen mit einem frischen China-Microfaserlappen leicht drüber. Vor dem Zusammenbau werden sowieso alle Linsen ausgiebig mit Luft abgepustet. So passt es für mich. Einzig eine Linse hatte nach der Ammoniakwasser-Behandlung noch flächige Fungus Rückstände. Möglicherweise war aber da einfach schon die Beschichtung oder gar das Glas unwiderbringlich zerstört. Aber ich habe im Hinterkopf, mir noch eine Flasche Wasserstoffperoxid zu besorgen, um das mal mit dem Ammoniakwasser zu vergleichen.HTML-Code:https://www.ebay.de/itm/313067796612?_skw=isopropanol&itmmeta=01KKENS4GXM377ZMA5RCT1ZHVT&hash=item48e44b7884:g:SfUAAOSwS8BejFt0
Grüße - Jochen
Womit bläst du aus?
Cramolin "Duster" Druckluft geht zwar, aber man muss höllisch aufpassen,
dass sie nicht kondensiert und damit Rückstände hinterlässt.
Beim Fungus würde ich zwischen "neutralisieren" (abtöten, z.B. mit H2O2 (3% gibt's ohne Eintrag ins Abgabebuch für Gefahrstoffe), Alkohol oder auch Salmiakgeist) und entfernen (Tenside, Phospahte, wischen) unterscheiden. Wie der Fungus es schafft, Magnesiumfluorid zu "essen" lasse ich mir irgendwann nochmal erklären, aber man sieht in der Praxis immer mal wieder angegriffene Vergütungen die sich nicht "reinigen" lassen und die die Positionen der einstiegen Pilzfäden noch zeigen.
Nach dem mechanischen Entfernen von Fusseln mit einem Pinsel und Microfasertuch gehe ich direkt vor dem Einsetzen einer Linse nochmal mit so einem Blasedingen drüber..Anhang 158934
Was Pilze so alles "essen" habe ich noch nicht hinterfragt. Sie sind halt da, und müssen wieder weg :)
Dies hier ist der Kandidat - am Rand sieht man flächige - tja was eigentlich - Ablagerungen? Fehlstellen? Von Pilzen kenne ich auch eher diese Verästelten Strukturen. Ist das evtl. gar kein Pilz? Was auch immer es ist, es befindet sich jedenfalls auf der Innenseite der Linse. Und ausschliesslich auf der vorderen. Die direkt dahinter ist blitzblank.
Jedenfalls habe ich nach dem Wischen mit Ammoniakwasser nochmal mit Isopropanol nachgewischt. Tenside / Phosphate habe ich tatsächlich noch nicht angewandt. Aber die Linse ist ja schnell raus.. Das werde ich nochmal testen. Wobei ich schon sehr sehr ausgiebig mit den genannten Chemikalien gewischt habe.
Anhang 158935
Ah, ok, und ich dachte, es wäre wirklich Druckluft aus der Dose oder einem ölfreien Kompressor.Zitat:
ach dem mechanischen Entfernen von Fusseln mit einem Pinsel und Microfasertuch gehe ich direkt vor dem Einsetzen einer Linse nochmal mit so einem Blasedingen drüber..
Vielleicht besteht die Frontlinse aus zwei verklebten Gläsern, und der Kleber (Glasklarer Kanada Balsam oder UV - härtender Kleber) löst sich?Zitat:
Dies hier ist der Kandidat - am Rand sieht man flächige - tja was eigentlich - Ablagerungen? Fehlstellen?
Übrigens soll Fungus auf Dauer ätzen, daher kann er Spuren nach dem Entfernen hinterlassen. Ich weiß aber nicht, ob das nur Internet - Legende oder chemisch belegt ist.
Es ist die Frontlinse eines Pentacon 2.8/135 (15 Lamellen, ohne MC). Soweit ich weiß, ist das eine solitäre Linse. Aber ich werde die nochmal mit "Spüli" nachbehandeln, evtl. kommt ja noch was von den Flecken runter. Falls nicht, wäre es kein Drama, das Objektiv habe ich mehr oder weniger geschenkt bekommen.
Hmh, das da am Rand kann erstmal "alles" sein.
Feuchtigkeit, Ölfilm, Kondensat/Ablagerung (das wäre der Glücksfall) oder Feuchtigkeitsschaden nach Feuchtigkeit?
Kittfehler falls dort zwei verkittete Linsen vorliegen (angucken oder Linsenschnitt googeln)
Schaden in der Vergütung (so die Linse vergütet sein soll)
Fungus (wenn auch nicht verästelt wie erwartet)
Apropos Fungus, der Waldbeutler hat sich ja eine UV-Lampe gegen Linsengilb zugelegt, UV sollte auch Pilze und deren Sporen töten.
Nach "Spüli" käme Drogeriemarkt Hausmarke Reiniger gegen "Fett und Angebranntes" (Tenside und Phosphate, Handschuhe schaden wohl nicht) in Betracht.
Bei Druckluft und Blasebalg "in situ" muß man immer bedenken wo verscheuchte Partikel hin sollen und ob sie von dort mit Pech zurückkommen (und wie sauber die Luft ist). Bei ausgebauten Linsen kein so großes Thema.
Das was da am Rand der Linse das Glas trübt wird wirklich nur im "Glücksfall" ein Kondensat sein , welches sich dann entfernen lässt. Ich würde ein Vergütungsschaden oder Schaden in der Verkittung vermuten .Ob die Linse verkittet ist kannst du nach Ausbau am gespaltenen Rand leicht erkennen. Hier im Forum gibt es sehr positive Erfahrungen mit einer Werkstatt, welche sowas wieder in Ordnung bringen kann.
Wünsche gutes Gelingen bei den weiteren Maßnahmen oder eben dem Versuch, in wie weit ein solcher Schaden sich auf die Bildqualität überhaupt auswirkt. Ich vermute mal nur bei weit geöffneter Blende sichtbar.
VG Ulrich
Danke Euch, Jan und Ulrich für Eure Einschätzungen. Ich kann das nun etwas weiter eingrenzen..
Es handelt sich ja um die Frontlinse des Pentacon 2.8/135. Diese hat nur die einfache Vergütung (kein MC), und ist nicht gekittet.
Anhang 158939
Ich habe die Linse nun nochmal ausgebaut, und vorsichtig mit Fairy Ultra und warmem Wasser gereinigt (zuvor hatte ich ja bereits Ammoniakwasser und danach Isopropanol eingesetzt). Ich erkenne nach der Tensid-Behandlung keinen Unterschied zu vorher, so dass ich nun eher von einer bleibenden Beschädigung ausgehe. Ich hab mal versucht Nahaufnahmen zu machen - vielleicht kommen diese flächigen Strukturen ja jemand bekannt vor. Die Linse ist hier vollständig abgetrocknet, also keine Spüli Schlieren o.ä.:
Anhang 158940Anhang 158941
Und ich bin da ganz bei Ulrich - auf Bildqualität sollte sich diese Veränderung am Rand der Frontlinse nur wenig bemerkbar machen. Ist lediglich ein Thema beim Wiederverkauf (und für meinen inneren Monk :D)
LG - Jochen
Ich würde es nochmal mit Feuerzeugbenzin (gängige Alternative zu Isopropanol) und Aceton probieren.
Bei Aceton war ich selbst skeptisch, in der Annahme dass es die Vergütung angreift, aber inzwischen habe ich gelesen,
dass das tagelange Einlegen von (z.B. gekitteten) Linsen in Aceton (oder Xylol) gängiges Mittel ist.
Also dürfte Aceton die Vergütung von Glas nicht angreifen.
Es verdunstet schnell, deshalb würde ich sanft und seeehr langsam mit einem getränkten Q-Tip (Holzstäbchen und reine Baumwolle) über die Stellen gehen.
Bei mir hat es Sekundenkleber von der Linse bekommen, rückstandsfrei.
Eine allgemeine Frage, die im Rauschen der Algorithmen nicht beantwortet ist:
1- Bei den manuellen Objektiven der Siebziger und Achtziger liegt die Gefahr einer Dejustierung in der Zoom und Fokusmechanik "begraben",
aber nie in den Linsengruppen selbst, insofern man diese korrekt wieder zusammen und einbaut?
2- Und in 90% aller manuellen Objektive kommt man vor und nach der Blende auch an diese Linsengruppen ran?
Bei diesem Schnitt durch ein kompliziertes Tamron SP 28-135 sieht das danach aus, nur die Gehäuse der Linsengruppen scheinen
die Abstände der einzelnen Linsen zueinander zu definieren, aber nie die Schraub / Klemmringe...
1 - Die Linsen wurden - und werden auch heute noch gelegentlich - manchmal mit Unterlegringen (shims) in ihrer axialen Position zueinander justiert eingeschraubt.
So lange man die beim Auseinanderbauen nicht beschädigt oder sich deren Position nicht merkt, und beim wieder Zusammenbauen nichts durcheinander bringt, ist die axiale Position der Linsen noch in Ordnung.
Die radiale Position jeder einzelnen Linse (der optische Mittelpunkt der Linsen muss auf einer Geraden liegen) ist normalerweise durch die Bauart des Objektives vorgegeben, allerdings gibt es öfters einzelne Linsen (meist asphärisch beschichtete, geschliffene oder gepresste) oder Linsengruppen, die zusätzlich radial justiert werden müssen, wozu deren Fassung meist mit drei Schrauben fixiert wird, die einen dünneren Schaft haben als das Loch in der Linsenfassung, durch die sie geschraubt werden. Bekanntes Beisppiel ist die hintere Linsengruppe des Nikon AF 35-70/2.8 Nikkors, ein Schiebezoom mit Macrofunktion.
2 - Manchmal nur mit Mühe und großen Demontagearbeiten, aber prinzipiell ja.
"Die radiale Position jeder einzelnen Linse (der optische Mittelpunkt der Linsen muss auf einer Geraden liegen) ist normalerweise durch die Bauart des Objektives vorgegeben, allerdings gibt es " wenn ich mich recht erinnere Zeiss Jena Objektive, bei denen irgendwo hinten Linsen "exzentrisch" gefaßt sind und wo man Mist bauen kann.
Sicher? Denn laut diesem Video von Mikeno62 (etwa bei 1H27m) haben zwei der drei Schrauben einen Senkkopf - der erlaubt dann eigentlich keine Justage...?Zitat:
Die radiale Position jeder einzelnen Linse (der optische Mittelpunkt der Linsen muss auf einer Geraden liegen) ist normalerweise durch die Bauart des Objektives vorgegeben, allerdings gibt es öfters einzelne Linsen (meist asphärisch beschichtete, geschliffene oder gepresste) oder Linsengruppen, die zusätzlich radial justiert werden müssen, wozu deren Fassung meist mit drei Schrauben fixiert wird, die einen dünneren Schaft haben als das Loch in der Linsenfassung, durch die sie geschraubt werden. Bekanntes Beispiel ist die hintere Linsengruppe des Nikon AF 35-70/2.8 Nikkors, ein Schiebezoom mit Macrofunktion.
https://www.youtube.com/watch?v=o6dB0cCzYBE&t=3s
Eben, mach Dich nicht fertig darüber :) Kann durchaus sein, dass sich die Vergütung im Laufe der Zeit an den Stellen gelöst hat und nun Flecken zu sehen sind.
Kannst ja noch einen Versuch mit etwas Peroxid (oder -haltigem) wagen - ein Wattestäbchen in ACE Wäschebleiche z.B. und damit die Stelle abtupfen, 20s einwirken lassen und dann noch mit Wasser und Glasreiniger säubern.
Wenn das nicht klappt, hol Dir einfach für 10-15€ ein Pentacon 2.8/135 MC in der automatik-Version und verwende dessen Frontlinse. Ist baugleich, halt nur MC-vergütet.
Zum Thema Reinigung auch dieses sehr unterhaltsam und schick gemachte Video, ab 29:30 - Isopropanol und Aceton mit Polyesterfiber/watte.
Wäre interessant, herauszufinden, wo man die Watte bekommt...
https://www.youtube.com/watch?v=ybxJHUfzCM4
Ich kenne die Nutzung von Augenwatte - also unbehandelt, hochreine Baumwollwatte.