Schacht S-Travelon 1,8/50 mit Schleifen / hängender Blende
Liebes Forum,das ich mein erster Beitrag, nachdem ich in den letzten Wochen hier immer mal wieder mitgelesen habe. Fotografie war nie ein Interessensgebiet von mir, aber in den letzten Wochen ging das ziemlich von 0 auf 100. Besonders spannend finde ich das Thema „Digitale Bilder mit analogen Objektiven“, und dazu hätte ich nun auch eine Frage.Ich habe mal angefangen, mir alte Objektive zu kaufen, die mir spannend erschienen und dabei waren auch ein paar in schlechtem Zustand. U. A. ein A. Schacht Ulm S-Travelon 1,8/50 R in schickem Zebra-Design (große Blöcke). Das erste Problem, dass mir aufgefallen ist, war der schwergängige Helicoid. Der brauchte viel Kraft mit Knirschen und Schaben. Ich habe der mechanischen Teil des Objektivs (nicht den optischen!) also zerlegt und spätestens da wurde mir klar, dass ein Schacht-Objektiv jetzt vielleicht nicht das 2. sein sollte, das man in seinem Lebens jemals geartet hat… Den Helicoid zu reinigen und zu fetten war dann irgendwann geschafft, aber das Ergebnis überzeugt mich nicht recht. Die Haptik beim Fokussieren ist im Grunde schön, aber kurz vor unendlich (10m) erhöht sich der Widerstand leicht. Richtung Nahbereich gibt es ab 1,7 ft einen Punkt, an dem sich der Widerstand spürbar erhöht und auch ein ganz leises Schleifen hörbar wird. Meine erste Frage ist, ob es sich lohnt, das Objektiv dafür noch mal zu zerlegen. Außerdem wüsste ich natürlich gerne, welchen Fehler ich gemacht habe, den ich beim nächsten Anlauf gerne vermeiden würde.Mein zweites Problem ist die Blende. Wie ich erst nach dem Fetten gemerkt habe, hängt die ziemlich. Auf den Lamellen ist aber kein Öl zu sehen. Verharzte Mechanik? Ich hatte über legt, den Blendenring abzunehmen und in die Führung ein paar Tropfen Waschbenzin zu geben. Einen Versuch wert, oder eine schlechte Idee?Wie gesagt, ich finde mich gerade erst in dieses Hobby ein und wäre für eure Erfahrungswerte sehr dankbar :spitze:
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Klasse, vielen Dank für deinen Input! Das ist doch schon mal eine Fährte. Aber wie du richtig geraten hast, habe ich keine Messgeräte, um sowas festzustellen. Äußere Schäden am Objektiv konnte ich keine feststellen, also zumindest keine sichtbaren Folgen eines Sturzes. Mittlerweile habe ich aber auch schon überlegt, ob ich nicht durch meine mangelnde Sachkenntnis einen Fehler verursacht haben könnte. Als ich den optischen Block aus seinem Sockel geschraubt habe (tut mir leid, wenn die Fachbegriffe völlig falsch sind) habe ich mir zwar den Trennpunkt markiert, aber nicht die Umdrehungen gezählt. Ich dachte, dass das vielleicht gar nicht nötig ist, weil durch den Sockel nachher Schrauben gedreht werden, die ein weiteres Drehen verhindern und die Bohrungen ja genau über diesen Löchern stehen müssen. Habe ich auch wieder alles genau so zusammen bekommen, aber bei der fertigen Montage stimmten eine Markierung nicht mehr. Ich hatte nämlich als allerersten Arbeitsschritt eine kleine Markierung auf dem Fokusring (Stellung Unendlich) gemacht und eine korrespondierende Markierung oben am Zierring. Nach dem Zusammensetzen waren diese Markierungen nicht mehr in der Flucht, sondern ca. 7mm versetzt. Vielleicht habe ich den optischen Block doch falsch eingeschraubt?
Ich bin, wie gesagt, für jeden fachlichen Hinweis dankbar, denn ich fände es sehr schade, wenn ich durch meine Unachtsamkeit ein tolles Objektiv vermurkst haben sollte. hier noch ein Foto, dass ich nach dem Zusammenbau auf Fokus Unendlich gemacht habe.
Anhang 159575