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Thema: Linsenreparatur

  1. #11
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    Anpinnen des Beitrages ist auf jeden Fall ne gute Idee!

    Linsenradien lassen sich z.B. mit einem mechanischen Sphärometer bestimmen, das würde also für ein Nachpolieren schon als Information reichen.
    Und wenn dann z.B. bei Oberflächenfehlern 25 µm weg müssen, wird das die restliche Korrektur nicht stark beeinflußen.

    Bei einer Ersatzlinse müßte das Material der Linse bestimmt werden, also über Brechzahl-Bestimmung bei verschiedenen Wellenlängen. Dazu verwendete Goniometer-Spektrometer sind vermutlich seltener in Optikwerkstätten zu finden - da könnte aber eventuell wirklich Patentliteratur helfen, falls sich zu der gesuchten Optik überhaupt was findet.

    Zur Vergütung: Man kann zwar einfach alte Vergütungen vermessen, aber das genaue Nachbilden ist eher problematisch (sehr aufwendig). Das ist partiell auch ein Thema das ich auf Arbeit teils habe.
    Ich vermute er hat ein paar Vergütungs-Basics zur Auswahl, also z.B. MgF2 Einfachvergütung, und dann paar Breitband-Anti-Reflex Vergütungen (BBAR) mit vielleicht verschiedenen Wellenlängen.
    Meines Erachtens kommt man damit auch sehr weit. Aber wenn man z.B. das exakte Streulicht / Reflexverhalten einer Optik mag, sollte man besser sich keine Politur und Neuvergütung durchführen lassen.
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  2. 3 Benutzer sagen "Danke", Keinath :


  3. #12
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    Standard Linsenreparatur

    Hallo alle zusammen,
    vielleicht kann ich selbst etwas zum Verständnis beitragen. Mit einem "Schlüsseldienst" kann ich zwar nicht dienen, jedoch mit den Leistungen einer kleinen "konventionellen" Optikfertigung. Also fast so wie zum Hugo Meyers Zeiten -
    na ja an Equipment ist schon einiges hinzugekommen. Aber immer noch die klassische Optikfertigung mit dem wichtigen Know-how der Feinoptiker. Linsen neu polieren und vergüten ist das Eine. Defekte Linsen ersetzen, also neu fertigen
    das andere. Natürlich benötigen wir dann die optischen Daten (Radien, Mittendicke, Glastyp). Falls uns nicht bekannt (wie bei den Meyer-Optiken) lassen diese sich auch messtechnisch ermitteln.
    Linsenradien werden i.d.R. mit einem entsprechendem Probeglas ermittelt (Genauigkeiten kleiner 0,001 - ermittelt werden die Paßfehler als Abweichung von der Sphäre), andernfalls mittels Interferometer.
    Die Vergütung kann entweder als Einfach-oder Mehrfachschicht erfolgen.
    Weitere Fragen - gerne. Defektes Glas zum Restaurieren - noch besser !

    Dr. Wolf-Dieter Prenzel

  4. 13 Benutzer sagen "Danke", Linsendoktor :


  5. #13
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    Vielen Dank für das sich hier melden!

    Dann hätte ich gleich eine Frage:
    Wenn ich an einem alten Schneider Xenar 135mm/3,5 eine hochwertige Vergütung haben wollen würde, was würde das so ganz grob kosten (also kein Angebot, sondern einfach ein Richtwert)
    Die Optik ist in der Fassung ohne Blende, ohne Verschluß für Großformat oder so. Die Optik habe ich doppelt, das würde ein schönes Vergleichobjekt geben.
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  6. #14
    Ist oft mit dabei Avatar von Anthracite
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    Kann man Linsen eigentlich auch auffüllen statt abschleifen?

    Ich habe hier ein Nikon 18/3,5 mit einem Kracker, 1mm lang und vllt. 0,1mm tief. Bis Blende 7,1 sieht man nichts, aber bei Blende 11 wirkt das wie eingebauter Sensordreck. Bei dem Objektiv könnte es sich lohnen, etwas zu machen, also die kleine Stelle auffüllen, so dass der Fleck nicht mehr sichtbar ist. Aber alles Abschleifen ist womöglich ein zu radikaler Eingriff.

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