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Thema: Minolta MC 1.2/58mm mit verkratzter Rücklinse

  1. #11
    Ist oft mit dabei Avatar von mhiller
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Messtechnisch in jedem Fall, die Frage ist aber weniger die nach der "Rest-Dicke" und den Veränderungen durch das Polieren, als vielmehr auch die neu aufzubringende Vergütung, die ja maßgeblich für die Unterdrückung der Reflektionen zwischen den einzelnen Glasflächen eingebracht wurde und sich so - ob nun hart oder weich vergütet - ebenfalls in die bestimmenden Parameter für die Rechnung eingingen.

    Was nutzt es, wenn sich durch eine moderne Rücklinsenvergütung (glaub kaum das der "Schleifer/Polierer" der die Rücklinse behandeln soll, sich vorab über die damals angewandte Vergütung informieren kann und wird, sich darüber hinaus dann noch die entsprechend damals angewandten Verfahren selbst durchführen kann). Es wird sicherlich auf eine "moderne Mehrschichtvergütung nach heutigem Standard" hinauslaufen.

    LG
    Henry
    Hallo Henry,
    das Optiklabor Prezel kann da eine breite Palette von Vergütungen aufbringen, es sind so ziemlich alle Rezepturen vorhanden.
    Bei meinem Summicron war es eine Einschicht Vergütung, bläulich schimmernd, wie in den frühen 60ern üblich.
    LG
    Michael
    Geändert von mhiller (10.07.2018 um 18:03 Uhr)

  2. 3 Benutzer sagen "Danke", mhiller :


  3. #12
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    Hallo Henry,

    erstaunlich, dass sich in Deinem Fall eine so starke Beschädigung doch so "wenig" ausgewirkt hat. Hätte ich nicht erwartet! Es gibt ja im Internet diesen "Test", wo jemand nach und nach mit einem Hammer die Frontlinse eines Objektivs immer weiter zerschlägt...erinnert mich ein bisschen daran. Bloß dass das ganze im Fall der Rücklinse nochmal bemerkenswerter ist.
    Ich werde auf jeden Fall versuchen, mir ein anderes Objektiv von jemandem auszuleihen. Die Neuvergütung der Linse birgt Risiken, wie Du schon schreibst...ich will das Objektiv gerade wegen seines Charakters retten. Und wenn der nun vielleicht maßgeblich von genau dieser Vergütung abhängt, ist auch nichts gewonnen.
    Wenn der Vergleich tatsächlich zeigen sollte, dass die Aberrationen meines Exemplars wesentlich stärker ausgeprägt sind, werde ich die Neuvergütung wagen. Im jetzigen Zustand sind die Stärken des Objektivs, die schöne Cremigkeit schon bei Offenblende, jedenfalls kaum nutzbar und damit bietet es keinen Vorteil gegenüber meinem jüngeren MD 1.2/50. Selbst wenn dadurch die Gefahr besteht, die Abbildungsleistung nicht zu verbessern oder sogar zu verschlimmern. Der Gebrauchswert im Moment ist für mich schon gering, und der Sammlerwert interessiert mich nicht. Ich kaufe alte Objektive, um sie zu benutzen, nicht um sie in eine Vitrine zu stellen
    So oder so, ich werde natürlich weiterhin berichten.
    Kennst du eine Quelle für die Altersbestimmung durch die Seriennummer? Ich habe jetzt auf die Schnelle noch nichts gefunden.

    LG Hauke

  4. #13
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von mhiller Beitrag anzeigen
    Hallo Henry,
    das Optiklabor Prezel kann da eine breite Palette von Vergütungen aufbringen, es sind so ziemlich alle Rezepturen vorhanden.
    Bei meinem Summieren war es eine Einschicht Vergütung, bläulich schimmernd, wie in den frühen 60ern üblich.
    LG
    Michael
    Hallo Michael,

    danke für die Info... das hört sich gut an, wenn da tatsächlich noch die unterschiedlichen Rezepturen und Verfahren bekannt und anwendbar sind.

    Im Grunde könnte dann ja, wenn die Patentschriften des Linsenschemas auffindbar wären (ist mir bei einigen Recherchen vor Jahren zum Thema Vivitar Bokina etc mal über den Weg gelaufen, dass einige Schemen wohl auch mit hinterlegten Skizzen und Bemaßungen der Radien angemeldet werden), dann müssten die in dem Optiklabor ja sogar in der Lage sein, aus einem Rohling eine komplett neue Rücklinse herzustellen. Sowas wäre natürlich prima...

    Ich hab mir auf jeden Fall die Adresse auch mal kopiert und gespeichert, falls es für irgendwas mal erforderlich sein sollte.

    Schön wenn es solche Spezialisten gibt... meine eigenen Gespräche mit Optikern die im "Brillen-Geschäft" tätig sind, waren immer recht "ernüchternd" und wenig zielführend. Da poliert keiner mehr an irgendwelchen Gläsern herum, sondern das wird alles in Großlaboren durchgeführt und die haben für solche Spezialitäten keine Zeit und auch keine Lust.
    Umso besser, dass es da nun eine Adresse zu geben scheint. Das könnte dann in der Tat weiterhelfen. So wäre vielleicht das Canon 1.2/55mm seinerzeit zu retten gewesen. Heut ist es nicht mehr erforderlich, weil ich die Frontlinse aus dem "Schlachtobjektiv" einem anderen User vor Jahren zur Verfügung gestellt habe, um seines wieder zu komplettieren... Frontlinse hatte wirklich ziemlich dicke und tiefe Kratzer.

    LG
    Henry
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  5. #14
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Hallo Michael,

    danke für die Info... das hört sich gut an, wenn da tatsächlich noch die unterschiedlichen Rezepturen und Verfahren bekannt und anwendbar sind.

    Im Grunde könnte dann ja, wenn die Patentschriften des Linsenschemas auffindbar wären (ist mir bei einigen Recherchen vor Jahren zum Thema Vivitar Bokina etc mal über den Weg gelaufen, dass einige Schemen wohl auch mit hinterlegten Skizzen und Bemaßungen der Radien angemeldet werden), dann müssten die in dem Optiklabor ja sogar in der Lage sein, aus einem Rohling eine komplett neue Rücklinse herzustellen. Sowas wäre natürlich prima...

    Ich hab mir auf jeden Fall die Adresse auch mal kopiert und gespeichert, falls es für irgendwas mal erforderlich sein sollte.

    Schön wenn es solche Spezialisten gibt... meine eigenen Gespräche mit Optikern die im "Brillen-Geschäft" tätig sind, waren immer recht "ernüchternd" und wenig zielführend. Da poliert keiner mehr an irgendwelchen Gläsern herum, sondern das wird alles in Großlaboren durchgeführt und die haben für solche Spezialitäten keine Zeit und auch keine Lust.
    Umso besser, dass es da nun eine Adresse zu geben scheint. Das könnte dann in der Tat weiterhelfen. So wäre vielleicht das Canon 1.2/55mm seinerzeit zu retten gewesen. Heut ist es nicht mehr erforderlich, weil ich die Frontlinse aus dem "Schlachtobjektiv" einem anderen User vor Jahren zur Verfügung gestellt habe, um seines wieder zu komplettieren... Frontlinse hatte wirklich ziemlich dicke und tiefe Kratzer.

    LG
    Henry
    Moin Henry,
    der Dr. Prezel war früher bei Meyer Görlitz im Entwicklungsbereich tätig und hat sich nach deren Auflösung selbstständig machen müssen.
    Er hat mir auch eine trübe Verkittung an einem Canon 3,5/100 M39 Hinterglied erfolgreich erneuert (er nimmt heute aber UV-härtendes Acrylat statt Canadabalsam).
    Den Kontakt bekam ich über Frau Schönfelder/Foto Olbrich...
    LG
    Michael

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  7. #15
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Ich hab die Adresse und Michaels Anmerkungen zu dem Optiklabor mal als eigenständiges Thema ausgekoppelt und als "wichtig" oben festgehalten, da man Adressen für Linsenreparaturen nicht so oft findet und es wäre schade, wenn das nur in der Diskussion um das Minolta Rokkor "untergeht".

    So findet man es als eigenständiges Topic unter "Linsenreparatur" und kann dies isoliert nachlesen. Auch in den schon auf 4 Seiten angewachsenen Reparatur-Adressen Thread fand ich es etwas unglücklich.

    LG
    Henry
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  9. #16
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    Zitat Zitat von mhiller Beitrag anzeigen
    Er hat mir auch eine trübe Verkittung an einem Canon 3,5/100 M39 Hinterglied erfolgreich erneuert (er nimmt heute aber UV-härtendes Acrylat statt Canadabalsam).
    das klingt super... da kann ich womöglich mein Voigtländer Septon doch noch retten. Das ist zwar in einem nahezu neuwertigen Zustand, leidet aber wie nahezu alle seiner Art unter Seperation. Danke für den Hinweis!
    Gruß
    Jan

  10. #17
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    Zitat Zitat von XiChar Beitrag anzeigen
    H
    Hier zeigt sich noch ein Swirl-Effekt, den ich bei diesem Objektiv auch nicht erwartet hätte. Kann das von den kreisförmigen Kratzern am Rand der Linse verursacht sein?

    Anhang 81173

    Anhang 81174
    Hallo Hauke,

    ich besitze ein Minolta 1.2/58 und nutze es gerne und regelmäßig. Eigentlich müsste man zu Testbildern ja die genaueren Bedingungen kennen und idealerweise Vergleichsfotos machen, aber der Effekt in den von Dir gezeigten Beispielen ist so extrem, dass ich mich da mal aus dem Fenster lehne und sage: Ein so massives "Glühen" und Weichzeichnen ist definitiv nicht normal für das 1.2/58.

    Was mich aber noch viel mehr stutzig macht, sind die beiden Bilder von den Steinen im Wasser. Das ist eine so massiv andere Charakteristik der unscharfen Bereiche, insbesondere hinter der Schärfeebene, dass dies unmöglich nur durch Kratzer auf der Hinterlinse verursacht sein kann. So sehen keine Bilder mit dem Minolta 1,2/58 aus, das ist eine komplett verfälschte Signatur. Insofern bin ich ziemlich sicher, dass da noch etwas anderes nicht in Ordnung ist. Ich tippe auf ein Objektiv, das mal geöffnet und dann falsch wieder zusammengebaut wurde, z.B. indem eine Linse falsch herum eingesetzt wurde. Effekte mit einem extremen Swirl und gleichzeitig massivem "Glühen" bekommt man bei einigen Objektiven z.B. wenn man die Frontlinse falsch herum einbaut (in diesem Fall unwahrscheinlich weil sie dann konkav wäre). Aber es kann natürlich auch ein beliebiges anderes Element sein, das verdreht oder falsch positioniert ist. Die Hinterlinse sollte z.B. von hinten nur minimal konvex sein. Hier gibt es auch einen Linsenschnitt des Objektivs: http://www.digicamclub.de/showthread...l=1#post177638

    So sehen Bilder mit meinem 1.2/58 aus - das hat wirklich gar nichts mit dem von Dir gezeigten zu tun: http://www.digicamclub.de/showthread...l=1#post169047

    Wenn es nur die verkratze Rücklinse wäre, dann würdest Du bei deinen Fotos die ganz normale Charakteristik des Objektivs mit den "Katzenaugen" im Hintergrund sehen, nur vielleicht etwas unschärfer und mit Störungen innerhalb der Highlights. Aber nicht so seltsam verformte Highlights im Bokeh und einen solchen Swirl.

    Insofern empfehle ich Dir je nach handwerklichen Fähigkeiten entweder das Objektiv selbst auseinander zu nehmen und die Position aller Linsen zu überprüfen oder es mit einem entsprechenden Auftrag zu einem Spezialisten einzuschicken.

  11. 5 Benutzer sagen "Danke", Helge :


  12. #18
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    Ich tippe auf ein Objektiv, das mal geöffnet und dann falsch wieder zusammengebaut wurde, z.B. indem eine Linse falsch herum eingesetzt wurde.
    Helge, danke für den Tip. Das ist tatsächlich die Lösung!
    Nachdem ich das Objektiv bekommen habe, habe ich es schon einmal auseinandergenommen, um die Fokussierung neu zu fetten und die Linsen zu reinigen. Die Rücklinse sah dabei auf den ersten Blick symmetrisch aus, sodass ich sie wieder so eingesetzt habe wie sie war, nämlich mit den Kratzern nach außen. Auf dem von Dir verlinkten Linsenschnitt ist ja zu sehen, dass eine Seite der Rücklinse minimal flacher ist als die andere, daraufhin habe ich das heute nochmal überprüft und festgestellt, dass die Rücklinse verkehrt herum eingesetzt ist.
    Also sind die Kratzer auf der eigentlichen Innenseite der Rücklinse, was dann ja bedeutet, dass derjenige Vorbesitzer, der die Kratzer zu verantworten hat, das Objektiv die ganze Zeit mit falsch herum eingebauter Rücklinse genutzt hat...
    Er dürfte dann nach meinen Erfahrungen nicht viel Freude damit gehabt haben

    Und siehe da, das extreme Glühen und der weiche Schleier über dem Bild sind praktisch verschwunden! Ich werde jetzt noch genauer testen, ob die Kratzer dann überhaupt Auswirkungen zeigen. Aber die Linse ist jetzt auf jeden Fall nutzbar und die Notwendigkeit einer Neuvergütung besteht erstmal nicht mehr.

    Hier dann noch zwei Testbilder, wieder vom schön hellen Deckel meiner Benzinum-Flasche. Erst vor dem Drehen der Rücklinse, dann danach:

    Name:  _DSC9750.JPG
Hits: 89
Größe:  140,4 KB

    Name:  _DSC9751.JPG
Hits: 91
Größe:  150,8 KB

    Und noch zwei Bilder in hellem Sonnenlicht. Vor dem Umbau hätte man da nur trübe Suppe gesehen

    Name:  _DSC9753.JPG
Hits: 91
Größe:  218,2 KB

    Name:  _DSC9754.JPG
Hits: 90
Größe:  210,4 KB

    Tausend Dank an Dich, Helge, durch Deinen Hinweis wurde das Problem gelöst!

    LG Hauke

  13. Folgender Benutzer sagt "Danke", XiChar :


  14. #19
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    Freut mich, dass die Ferndiagnose geholfen hat.

    Ich vermute mal, dass die Rücklinse auf der Innenseite Glaspilz hatte und der Vorbesitzer sie ausgebaut und gereinigt hat - daher auch die Putzspuren/Kratzer auf der Innenseite. Danach hat er das Objektiv falsch zusammengebaut und dann verkauft...

    Viel Spaß mit dem 1.2/58. Das ist ein m.E. zu Recht berühmtes Objektiv. Und probier es ruhig auch mal öfter leicht abgeblendet aus: Das Bokeh wird dann je nach Situation sogar noch weicher.

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