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Thema: Walimex Pro 2.8/14mm ED AS IF UMC PK - Fokusgewinde klebt

  1. #1
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    Standard Walimex Pro 2.8/14mm ED AS IF UMC PK - Fokusgewinde klebt

    Beim gestrigen Kauf eines Pentax AF WW Zooms hatte ich nebenbei erwähnt, dass ich die meisten meiner manuellen Objektive selbst restauriere, warte und justiere und ZACK ... war ich Besitzer eines geschenkten Walimex Pro 2.8 / 14 mm.

    Ansonsten fast MINT, aber der Fokus lässt sich keinen Millimeter bewegen. Einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul und somit auf den Werktisch damit. Außerdem scheint das Objektiv ganz gute Kritiken bekommen zu haben.

    Anscheinend hat das Walimex 3 Gewinde (wer kennt sich aus ?). Die beiden ersten Gewinde konnte ich unter viel Einsatz von Acetone lösen und säubern, sie laufen wieder einwandfrei. Das dritte Gewinde aber, das den vorderen Bereich mit dem hinteren Linsenblock und dem Blendenmechanismus verbindet, lässt sich selbst nach mehrfachen Einsatz von Acetone und WD40 wirklich keinen Millimeter bewegen.

    Die Frage:

    Kann es sein, dass unter extremer Hitze im Auto (oder sonst wo) das Fett dermaßen "gebacken" wird, dass es verklebt. Zumindest an den gesäuberten Stellen sah es ansatzweise so aus. Ich habe keine Ahnung, wie alt das Objektiv ist.

    Für irgend einen Hinweis, wie man solche hartnäckigen Gewinde - außer mit brutaler Gewalt - löst, wäre ich dankbar. Ich hatte mal gelesen, dass der Backoffen eine solche Lösung sei. Allerdings denke ich, dass das nur Sinn macht, wenn das Fett noch nicht völlig ausgetrocknet ist. Wie viel Grad hält denn so eine Linse aus?

    Gruß, Rick

  2. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von Waldschrat
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    Das 14mm könnte ja ein interessantes Sternenhimmel-Weitwinkel werden.

    Ohne eine Lösung für Dich zu haben (sorry):
    Backofen? Ist an den Samyangsen nicht ganz viel Plastik?

  3. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    Backofen finde ich bei diesem Objektiv auch keine gute Idee. Wenn sich dadurch irgendwelche Kunststoffteile verziehen, ist der ganz Aufwand vielleicht umsonst. Sicher kann man argumentieren, dass es in einem Backofen bei 50°C nicht wärmer ist, als in einem Auto, dass im Sommer in der Sonne parkt. Mir wäre das aber zu riskant. Durch zu viel Wärme können auch Entspieglunsschichten feine Risse bekommen.
    Ist das Gewinde vielleicht durch eine feine Madenschraube gesichert?
    Geändert von classicglasfan (20.06.2018 um 02:16 Uhr)
    Gruß, André


  4. #4
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    Danke Euch Beiden !

    Ich habe heute mit der Wiederbelebung mittels WD40 begonnen, nachdem die Acetone Kur nichts geholfen hat. Da der Vorbesitzer mir gesagt hatte, der Fokus ließ sich anfangs sehr schwer, dann aber gar nicht mehr einstellen, gehe ich davon aus, dass der Vor-Vorbesitzer irgend eine Substanz eingesprüht hatte und der Vorbesitzer den Fokus dann endgültig "verklemmt" hat. Who knows?

    @ classicglasfan

    Wenn ich den Aufbau des Objektivs richtig verstanden habe, dann sind die beiden hinteren Linsenblöcke (vor und nach der Blende) fest/starr mit dem Blendenringmechanismus und dieser wiederum fest mit dem Auflagering verschraubt. Schlussfolgerung .... die beiden hinteren Linsenblöcke und die Blende werden beim Fokussieren nicht verändert.

    Zwischen dem vorderen Block (2 Linsenblöcke + Fokusring) und dem hinteren Linsenblock (2 Linsenblöcke, dazwischen Blende) sitzt ein Ring mit 2 Gewinden. Nachdem man von hinten den Auflagering abgenommen und den Blendenring seitlich vom hinteren Linsenblock gelöst hat, lässt sich der Blendenring aus dem Ring mit den 2 Gewinden herausschrauben. Dieses Gewinde ist ein bewegliches Gewinde und wird gegenseitig nicht fixiert.

    Anschließend kann man den Ring mit den 2 Gewinden seitlich per Madenschrauben vom vorderen Linsenblock lösen und in der Gegenbewegung vom vorderen Linsenblock abschrauben. Dieses "Abschraubgewinde" dient lediglich zur Fixierung des Gewinderings an den vorderen Linsenblock.

    Jetzt kommt zwar ein 3. Gewinde zum Vorschein, aber dieses Gewinde dient lediglich dazu, den Gewindering aufzuschrauben und zu fixieren.

    Inzwischen habe ich einen Längsschnitt auf der Seite von Markus Keinath gefunden. Mit Rot hat er die Plastikteile markiert.

    http://www.4photos.de/test/Samyang14-1024.jpg

    Die Angelegenheit ist komplexer als ich bisher angenommen hatte. Das von mir vermutete 3. Gewinde ist NICHT der Schneckengang. Dieser liegt vom abgenommenen Gewindering etwas weiter vorne und ist in dem Bild am wesentlich größeren Gewindegang erkennbar.

    Genau hier liegt der Hase im Pfeffer ... das Schneckengewinde sitzt bombenfest.

    Ich habe zwar beide vordere Linsenblöcke herausgenommen, aber das Blöde an der Sache ist ... der hintere Block lässt sich eben nicht als Gesamtes abtrennen. Ich habe eigentlich keine Lust, die beiden hinteren Linsenblöcke zu zerlegen, um das gesamte Teil in Acetone zu baden. Außerdem habe ich Schiss, wie sich das Plastik bei einem Acetone-Dauerbad über Nacht verhält.

    Noch habe ich Hoffnung, dass WD40 die Substanz doch noch erweicht. Vielleicht ist aber auch intern was gebrochen. Wenn alles nichts hilft, dann geht das Objekt halt als Ersatzteil an einen Bastler (Linsen, Blende OK).

    @ Waldschrat

    Leider bewegen wir uns noch im Konjunktiv. Ich hatte schon mal nachgesehen, ob sich die aktuelle, blockierte Position auf OO befindet ... leider nicht.

    Gruß, Rick

  5. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von classicglasfan
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    Mit Rot hat er die Plastikteile markiert.
    Außerdem habe ich Schiss, wie sich das Plastik bei einem Acetone-Dauerbad über Nacht verhält.
    Wenn ich das richtig sehe, sind die meisten Linsen in Kunststoff "gelagert"/befestigt. Je nach Zusammensetzung des Kunststoffs, kann Aceton diesen weich machen oder (auf-)lösen (und nach dem Verdunsten verkleben... - muss aber nicht). Fazit: Aceton oder Erwärmen sind bei diesem Objektiv keine Option. (Wenn man bedenkt, dass die Objektive noch um die halbe Welt reisen, bis man damit fotografiert, kann das auch die Seriestreuung erklären)
    Also wenn, dürfte maximal WD40 ohne größere Nebenwirkungen funktionieren oder die Suche nach einem verkeilten Teil. Immerhin ist das ja kein wirkliches Altglas (seit 2009 bzw. 2012 auf dem Markt) bei dem da irgendetwas schon ewig verharzt ist, dafür ist es mit den vielen Kunststoffinnereien vielleicht nicht so langlebig wie so manches Altglas. Es könnte natürlich sein, dass einer der Vorbesitzer schon Aceton verwendet hat.
    Eventuell hat ja Marcus Keinath noch einen Tipp geben. Er ist ja auch ab und zu hier im Forum online.
    Gruß, André


  6. #6
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    Vielleicht Xylol statt Aceton? Das greift Plastik, nach meiner Erfahrung zumindest, auf jeden Fall deutlich weniger an als Aceton. Wenn immer Plastik im Spiel ist, würde ich die Finger vom Aceton lassen.
    Mit dem Xylol bitte gut aufpassen, am Besten nur im Freien verwenden...

  7. #7
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    Ergänzung:

    Unter dem mit den Fingernägeln hochziehbaren und dann verschiebbaren Gummiring des Fokusrings kommen 2 Ringe mit jeweils 3 Schrauben zum Vorschein. Der vordere zur Front hin liegende Ring beinhaltet einen ca. 1 cm langen Schlitz, in dem man mit dem darunter, innen liegenden Ring nach Lösen der Schrauben den Anschlag des Objektivs fixieren kann. Dieser innen liegende Ring lässt sich bei mir mit einem kleinen Schraubenzieher nach Lösen der Schrauben problemlos bewegen. Eine Verklemmung des Anschlags kann damit also ausgeschlossen werden.

    Der hintere "Ring" besteht im Wesentlichen aus 3 einzelnen, fast aneinander stoßenden Alu-Teilen, die jeweils einzeln mit einer Schraube am Tubus gehalten werden. Die einzelnen Teile passen genau in die Vertiefung, die komplett um den Tubus läuft. Ob diese Alu-Teile lediglich dazu dienen, den Gummiring auf gleicher Höhe zu halten, weiß ich nicht. Eine spezielle Funktion kann ich nicht erkennen. Auch die Länge der Schrauben lassen nur den Schluss zu, die Alu-Teile am Gehäuse zu halten, sonst nichts.

    Auf jeden Fall liegt genau unter diesem Ring mit der Vertiefung das Schneckengewinde. Nach meinem Verständnis müsste sich eigentlich der darüber liegende, sichtbare Ring mit der Vertiefung "abdrehen" lassen, aber auch dieses Teil sitzt bombenfest.

    Obwohl mir das Objektiv geschenkt wurde, habe ich rechnerisch gesehen natürlich schon längst "draufgelegt", aber so ist das halt bei Bastlern ...

    Ich finde es halt schade, das Objektiv in die Tonne zu treten, da es abgesehen vom blockierenden Fokus wirklich gut aussieht bzw. funktioniert.

    Rick

  8. #8
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    Standard Ich gebe auf

    Zugegeben, diesmal bin ich ein echt schlechter Verlierer, zumal das Objektiv mit Pentax-K Anschluss ausgestattet ist und genau an meine K-1 mit Astrotracer passen würde. Aber der Schneckengang ist - zumindest für mich - irreparabel und irgendwann muss halt mal Schluss sein ...

    Sollte jemand ein defektes Walimex pro 14mm 2.8 haben, bei dem die Fokussierung in Ordnung ist, wäre ich ein Abnehmer. Wenn jemand an meinen Teilen interessiert ist ... lediglich Porto hätte ich gerne erstattet.

    Gruß, Rick

  9. #9
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    Schade, dass es nicht wiederbelebbar ist.

  10. #10
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    Ich würde mal bei Philip Urban anfragen, ob er sich da heran traut. Alternativ wäre Fotohändler, der Samyang im Sortiment (z.B. foto Walser) hat, eine Möglichkeit, zumindest für eine Auskunft, ob sich das lohnt.
    Vermutlich ist bei so einem Objektiv mit vielen Kunststoffteilen die Reparaturmöglichkeit begrenzt, aber wenn Samyang auf die aktuellen Objektive 5 Jahre Garantie gibt, sollte es schon Möglichkeiten geben.
    Gruß, André


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