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Thema: Astro-Fotos mit Teleskop ?

  1. #1
    Kennt sich aus Avatar von Ranchero
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    Standard Astro-Fotos mit Teleskop ?

    Hallo, Frage:
    ich kann ein 700mm Teleskop für kleines Geld bekommen, es besteht die Möglichkeit, am Okular einen SLR Adapter anzuschließen. Dort kann man dann eine DSLR montieren und evtl. leichte Astrofotos, z.B. Mond etc. machen. Wer weiß, was man auf diesem Weg erwarten kann? Habe auch ein 500mm Tele von Sigma, damit geht es zwar auch, aber eben nur eingeschränkt. Macht das zum Experimentieren Sinn? Der Betrag von € 35.- inkl. Stativ ist ja verkraftbar...In diesem Zusammenhang lese ich in Foren gelegentlich den Begriff "Coma"... Was im Himmel, ist das? Das kenn ich eigentlich nur aus dem Gesundheitsbereich... Ist das vielleicht "Chroma" gemeint?
    besser von einer Pentax geknipst, als vom Leben gezeichnet...

  2. #2
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    Ich formuliere es jetzt mal grob vereinfacht: Ein Teleskop ist grundsätzlich auch nichts anderes als ein Objektiv, nur dass hinten ein Okular dranhängt statt einer Kamera. Insofern ist der Zusamenhang von Preis und Leistung auch kein grundsätzlich anderer als bei Objektiven. Das gleiche gilt natürlich auch für Stative.

    Insofern würde es mich wundern wenn Du mit dem Teleskop genauso gute Fotos oder gar bessere als mit dem Sigma hinbekommst - die minimal größere Brennweite ist da eher zu vernachlässigen. Um bei Astroaufnahmen in wirklich andere Dimensionen vorzudringen gegenüber normalen Aufnahmen mit einem guten Tele muss man wohl deutlich mehr investieren und zwar zuallererst ein ein ordentliches Stativ mit Nachführung.

    Zum Begriff Koma schau mal bei Wikipedia unter "Abbildungsfehler", da ist das m.E. gut erklärt.

  3. #3
    Hardcore-Poster
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    Moin,
    700mm Brennweite sind kein so großer Fortschritt gegenüber den 500mm des Sigma, allerdings ist das lange Ende des Sigma nur abgeblendet gut zu gebrauchen. Bei den Teleskopen gibt es verschiedene Bauformen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen sowie je nach Preis qualitative Unterschiede in der Abbildungsleistung.
    Eine Empfehlung nur Anhand der Angabe 700mm ist schwierig.
    Grundsätzlich kann man mit einem guten Stativ und Teleskop auch gute bis sehr gute Fotos z.B. vom Mond machen. Für Sterne und Galaxien muss man mehr investieren und braucht zwingend eine Nachführung.

    Ich benutze ein Eschenbach 910/114 Spiegelteleskop für meine gelegentlichen Mondbilder und bin damit mehr als zufrieden.

    LG Jörn
    ...analog ist auch schön - Mamiya 645 - Kodak Retinas - Olympus OM 10/G/40/2n - Pentax Me/MX u.v.m.
    digital Canon 6D - Pentax K10D - Samsung NX300m/NX30

  4. #4
    Ist noch neu hier
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    Zitat Zitat von Ranchero Beitrag anzeigen
    In diesem Zusammenhang lese ich in Foren gelegentlich den Begriff "Coma"...
    Koma gibt es nur bei Spiegelteleskopen nach Newton. Sie äußert sich hauptsächlich in elliptischen Sternabbildungen am Bildrand.
    Wirklich signifikant ist sie erst ab ca. f5 abwärts und verstärkt sich mit abnehmendem f-Wert.
    Sie kann mittels Komakorrektor größteneils behoben werden.

    Bei normalen Linsenteleskopen / Refraktoren hat man dagegen CA's/Farbfehler, vor allem bei Geräten mit 'schnellen' Öffnungsverhältnissen.
    Ein f8 oder f10 Refraktor mit halbwegs ordentlichen Linsen hat kaum Farb-Fehler. Ansonsten muß man einen richtig teuren APO kaufen.

    Bei dem Preis von 35,- Euro handelt es sich wahrscheinlich um den Lidl Refraktor 70/700 als f10. Der ist in der Regel optisch nicht schlecht, wenn es die Metall-Version ist.

    Gruß

    Walter

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