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Thema: Manueller Fokus: ja, gerne, je nachdem. Manuelle Blende: nein!

  1. #1
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    Standard Manueller Fokus: ja, gerne, je nachdem. Manuelle Blende: nein!

    Ich hatte es in mehreren Beiträgen schon angedeutet: nach langen Überlegungen habe ich mich entschlossen, einen Großteil meiner Altglas-Sammlung aufzulösen und in Objektive mit Automatik-Blende – oft auch mit Autofokus – zu investieren.

    Ich habe mich auch dafür entschieden, konsequent in nur EIN System zu investieren, nämlich Canon EOS (und auf NEX verzichtet).

    Vorweg: dies hat auch berufliche Gründe, kann also nicht nur unter dem Aspekt der Liebhaberei betrachtet werden. Es geht mir vielmehr darum, das meinen Bedürfnissen am besten entsprechende fotografische Werkzeug verwenden zu können.

    So sehr ich die Charakteristik und das Können eines Olympus OM Zuiko Macro 2.0/90 schätze, es hat leider einen entscheidenden Mangel: keine Automatikblende an meiner EOS. Das mag beim kontemplativen Arbeiten in der Natur, bei Bokehspielereien oder bei Testbildern kein Problem sein. Aber sobald ich mit Blitz oder Blitzanlage, im Makrobereich oder beim Kunden vor Ort fotografiere und es "mal schneller" gehen muss, wird die manuelle Bedienung der Blende schnell eine echte Behinderung der Arbeit darstellen. Zur Bildgestaltung MUSS eben auch einmal abgeblendet werden, immer nur Offenblende, das geht nicht. Aber sobald ich abblende, wird’s dunkel im Karton und das manuelle Fokussieren ein Witz. Abblenden, aufblenden, Fokussieren, wieder abblenden … mit mehreren Menschen vor der Kamera kommt schnell etwas Hektik und unnötige Ungenauigkeit in die Fotografie, das geht so nicht! Ich habe das selbst gehörig unterschätzt.

    Ich vertraue beim Fokussieren gerne der direkten optischen Kontrolle über den SLR-Sucher – für mich persönlich gibt es kein intuitiveres Arbeiten als über einen optischen Sucher (EVF ist mir zu indirekt) – und empfinde das MANUELLE Fokussieren als sicherer und für den Bildaufbau besser als das Autofokus (wo ich zu sehr auf den meist zentralen Fokuspunkt fixiert bin). Wobei ich diese Aussage besonders auf den Brennweitenbereich kurzes bis mittleres Tele einschränken möchte! Im Weitwinkelbereich und unter Umständen in der Normalbrennweite ist oft "mehr los" vor der Kamera, der Fokus oft schwerer erkennbar (das Motiv ist einfach kleiner). Hier spricht doch einiges für einen (guten und schnellen) Autofokus.

    In der Konsequenz habe ich den radikalen Umbau meines Objektivparks entschlossen: alle manuellen Weitwinkel raus! (Fast) alle alten Teles mit manueller Blende raus! Alle manuellen Makros raus! Manuelle Zooms: raus!
    Behalten will ich das 1.4/55 Pancolar sowie das 1.2/58er Rokkor und das 85er Zeiss Planar.

    Gekommen ist das Sigma 1.4/35! (als Ersatz für das Flektogon 2.4/35, das im direkten Vergleich leider in jeder Hinsicht – bis auf die Größe und das Gewicht – ein Totalausfall ist. Wenn’s klein sein soll, nehme ich das EF 2.8/40 STM)

    Gekommen ist: Zeiss 2.0/100 Makro Planar (als Ersatz für OM Zuiko 2/90! und 1.8/105 Nikkor)

    Gekommen ist: Zeiss 2.0/135 Apo-Sonnar (dieses Objektiv kann kein Ersatz sein, etwa für das sehr gute Tamron Adaptall 135, das wäre verwegen. Es ist eine Klasse für sich und sprengt meinen bisherigen Objektiv-Horizont)

    Geplant ist obendrein die Anschaffung einer schnellen 50er Festbrennweite mit AF.
    Langfristig natürlich gerne noch mehr, etwa eine Ultra-Weitwinkel Festbrennweite ;-)

    Damit bewege ich mich allerdings weit jenseits der hier üblichen "Inverstitionsrahmen", das ist mir klar.
    Wobei: jenseits, das ist relativ. In der Summe oder selbst in Einzelwerten dürfte manche Leica-Ausstattung ein Vielfaches kosten.
    Und ich finanziere einen Großteil gegen durch den Verkauf meines Altglases. Ich muss noch hinzufügen: es geht beim Verkauf nicht nur ums Geld, ich bin es auch leid, dass das Glas nur herumliegt.

    Mit dem 35er, 100er und dem 135er stehen mir nun Optiken zur Verfügung, die keine Ausrede für schlechte Bilder mehr zulassen. Wenn, dann liegt’s an mir! Die Zeisse sind obendrein haptisch ein Genuss – und der manuelle Fokus ein Traum.

    Der Altglas-Liebhaberei werde ich weiterhin unter "Praktina"-Flagge ausgiebigst fröhnen können, mit so wunderbaren und unverwechselbaren Charaktergläsern wie "Trioplan", "Biotar" oder "Sonnar". Ihr seht also: ich bleibe beim alten Eisen!
    Und suche ansonsten nach kompromissloser Bildqualität.

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  3. #2
    Hardcore-Poster Avatar von gewa13
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    ... erst Carsten, dann Du ...

    ... andererseits kann ich´s verstehen.

    Gruß Gerhard
    Phase 8 der Evaluierung läuft

    "Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen." (Friedrich Nietzsche)

  4. Folgender Benutzer sagt "Danke", gewa13 :


  5. #3
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Verständliche Argumente für den Umbau Deines Objektivparks, die auch mir vor Jahren oft durch den Kopf gingen und zum Verkauf vieler Objektive führten. Insbesondere sollte man es in der Tat vor dem Hintergrund betrachten, dass es oftmals immer mehr Objektive werden, und so vielfach exzellentes Glas teils monatelang ungenutzt in den Regalen lag und liegt, schon weil es ein schlichtes "Überangebot" an Möglichkeiten darstellt.

    Obwohl ich in Sachen Fokussieren und Abblenden mit manuellen Objektiven auch heute noch sehr schnell und genau bin, kommen für die ernsthafte, projektbezogene Arbeit – wo es häufig um schnelle Action geht – wie wohl bei den meisten von uns automatische Objektive zum Einsatz, schlicht weil man sich „Fehlschüsse“ in einer gewissen Hektik nicht erlauben kann oder will.

    Den Bereich der – ich nenne es mal „meditativen“ Bildgestaltung – also dann, wenn es um ruhiges, besinnliches Fotografieren geht – decke ich aber nach wie vor sehr gern mit dem manuellen Altglas ab. Also dann, wenn es z.B. um Fotos für Kalendarien geht, Postkartenmotive oder eben Fotos, die „etwas besonderes“ haben sollen, kommen die alten Objektive ins Spiel. Dann ist oft „Freistellerei“ und eine bestimmte Eigenschaft eines Objektivs mit im Anforderungsprofil für die auszuwählende Linse. Auch spielt ein gewisser "sportlicher Ehrgeiz" beim manuellen Fokussieren eine Rolle bei mir.

    Gleichwohl besteht auch hierbei immer das Problem der manuellen Abblendung eines Objektivs, das in der Tat „nervig“ ist.

    Dieses Problem allerdings können für mich die spiegellosen Kameras mit ihren in den Sucher eingespielten Ansichten recht gut „umschiffen“, zumindest abseits der "schnellen Fotografie"..

    Die Kameras gestatten es, durch den elektronischen Sucher auch abgeblendet scharf zu stellen. Natürlich ist das beim gegenwärtigen Stand dieser Sucher auch aus meiner Sicht nur ein „Notbehelf“ gegenüber dem hellen und vor allem klaren und verzögerungs- und rauschfreien Sucher einer digitalen Spiegelreflex, jedoch hoffe ich mit meiner Sammlung hochwertiger Objektive darauf, das es irgendwann in der hoffentlich nahen Zukunft einen Kombi – Sucher – wahlweise normaler Spiegelsucher oder eingespiegeltes LiveView – Bild geben wird oder geben könnte, und das eingespielte Bild dem Spiegelreflex – Sucher sehr nahe kommen kann.

    Mit abgeblendeten, manuellen Objektiven wird das Einstellen schon in mittleren Distanzen und kurzen Brennweiten zur echten Qual. Deshalb habe ich den Bereich 20-35mm komplett mit meinem Canon 2.8/20-35mm L besetzt. Auch bei 40mm werkelt bei mir, statt des exzellenten Elmarit 2.8/35mm das ich besaß, ein Voigtländer Ultron II 2/40mm an der 5D MKII, eben weil es den Vorteil der automatischen Blendenschließung mitbringt und damit durchgängig bei Offenblende fokussierbar ist.

    Auch fordert - zumindest bei mir - langsam die nachlassende Sehkraft ihren Tribut beim Fokussieren und stellt mich hier und da ebenfalls vor die Frage, ob nicht einige Objektive langsam durch AF Objektive zu ersetzen wären.

    Bei der Vielzahl von exzellenten Objektiven in meiner Sammlung wäre ein Umstieg auf edelste Gläser der neueren Generationen ohne weiteres finanzierbar.
    Es schreckt mich einfach der Gedanke, viele exzellente Objektive abzugeben, um sie vielleicht dann doch irgendwann zu vermissen, was im Laufe der Jahre nicht nur bei einem meiner Objektive vorkam.

    Dir auf jeden Fall viel Spaß mit Deinen neuen Gerätschaften.

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKII, 5D MKI, Leica M8, Sony A7, Sony NEX 7.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

    Bitte denkt bei geplanten Anschaffungen daran, dass Foto-Einkäufe in unserem Shop


  6. 2 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  7. #4
    Urmelchen 1.2 u. förderndes Mitglied Avatar von urmelchen
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    Manuelles Altglas fokusiere ich seit jeher an der EOS nur mit einer Lupe am eingebauten Display.

    10881669_1.jpg

    Mithilfe von "MagicLantern" hab ich mir "10xZoom" auf "Halfshutterpress" gelegt. Das geht dann perfekt zum fokussieren und ich sehe gleich das Bokeh. Die manuelle Blende sehe ich also nicht als Problem für mich. Blöd ist es nur wenn eine Blitzautomatik ins Spiel kommt, aber die verwende ich eh nicht, da ich die Blitzdosis gerne selbst bestimme.
    In Situation wo es schnell und sicher gehen muß "Reportage etc." nehme ich dann eh Autofocus Objektive.

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  9. #5
    Teilzeit-Mod. ;) Avatar von LucisPictor
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    Willi, deine Worte kann ich zu 100% unterschreiben und würde es auch, wenn auch ich beruflich fotografieren müsste (zumindest mehr als ich es als PR-Beauftragter meiner Schule tue. )

    Das Argument, das einige der "Extrem-Manuellen" liefern, früher habe man ja auch damit fotografieren können, entkräftest du durch deine Argumentation deutlich: eine Automatik-Blende gibt es schon sehr lange und bevor es die gab, hat man auch anders fotografiert!

    Ich bin noch immer ein Fan von manuellen Linsen und habe so einige davon behalten (von daher, Gerhard, stimmt "erst Carsten" nicht ganz ), doch meine "Manuellen" haben sich auf drei Typen reduziert:

    • die Linsen, die man nur noch für ein paar Euro verkaufen könnte (da lohnt die Arbeit des Anbietens nicht). Davon habe ich aber kaum mehr welche, weil ich auch viele einfach verschenkt habe.
    • die Linsen, die für erstaunlich wenig Geld eine richtig gute Leistung bringen (z.B. Mamiya Sekor 1.8/55, Pentax M 1.7/50) und
    • die Linsen, die derart gut sind, dass sie gar nichr, nur sehr schwierig und wenn überhaupt mit großem finanziellen Einsatz z.B. durch AF-Objektive zu ersetzen wären (z.B. meine Voigtländer M-Linsen, die lichtstarkern Nikkore oder die Leica R-Linsen).


    Ich denke, das Ganze ist auch eine völlig normale Entwicklung, wenn man sich ein paar Jahre intensiv mit dem Adaptieren von manuellen Linsen beschäftigt. Es gliedert sich in regelrechte Phasen:

    1. die Phase des Entdeckens
    2. die Phase der zunehmenden Begeisterung
    3. die Phase des ersten Kaufrausches
    4. die Phase der Überzeugung und der massiven Abkehr von AF-Linsen
    5. die Phase des internetbasierten Austausches von Informationen
    6. die Phase des zweiten Kaufrausches
    7. die Phase der Weggabelung - weil man etwas Neues zum Spielen braucht, die "normalen" Adapter reichen nicht mehr, sucht man sich neue Herausforderungen. Dies können neue Kamerasysteme sein (wie bei mir) oder arbeitsintensive und komplizierte Umbauten (wie bei Henry).
    8. die Phase der Evaluierung
    9. die Phase des Verkaufens von vielen der Sachen, die plötzlich nur noch als "zu Schade zum Herumliegen" eingestuft werden.
    10. die Phase der Neuorientierung

    Was danach kommt, unterscheidet sich dann individuell sehr stark.

    Jeder hier kann sich selbst bei einer dieser Phasen einordnen. Ich sehe mich am Ende von Phase 9 und am Anfang von Phase 10.

    So manche neue Entwicklung im Objektivdesign und -bau liefert eben bessere Ergebnisse, vor allem bei Zooms. Es gibt natürlich einige manuelle Zoomlinse, die ausgezeichnete Leistungen bieten, doch gerade die sind dann auch wieder sehr kostspielig (Zeiss, Leica, Angenieux, das eine oder andere Tamron).

    Gerade kürzlich habe ich mir ein günstiges Zoom-Objektiv gekauft, das vor 20 Jahren als eines der besten seiner Zunft getestet wurde. Ich wollte es einfach mal ausprobieren. Und tatsächlich, es ist gut, aber es kommt nicht gegen die modernen Zooms an. OK, dafür bezahlt man eben auch nur 1/10 des Preises und die Verarbeitung ist super, doch man muss sich entscheiden, was man möchte: Geld sparen und dafür auf etwas an Leistung verzichten oder eine Top-Leistung erhalten, dafür aber deutlich mehr Geld ausgeben. Ein Angenieux 35-70 für €50,- zu finden gleicht einem Lottogewinn, das darf man nicht erwarten.

    Von daher, Willi, gratuliere ich dir zu deiner Entscheidung und wünsche die viel Spaß mit deinen neuen Traum-Objektiven, denn das sind sie auf jeden Fall!
    Geändert von LucisPictor (24.09.2013 um 11:47 Uhr)
    Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
    ​Nikon, Sony, Leica, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
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  10. 4 Benutzer sagen "Danke", LucisPictor :


  11. #6
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    Zitat Zitat von urmelchen Beitrag anzeigen
    Manuelles Altglas fokusiere ich seit jeher an der EOS nur mit einer Lupe am eingebauten Display.

    10881669_1.jpg
    Ja, sowas habe ich auch. Ist schon klasse, doch es funktioniert nur mit LiveView.
    Geändert von LucisPictor (30.10.2015 um 09:49 Uhr)
    Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
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  12. #7
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    Wie kommst Du mit der Haptik der AF Optiken klar?
    Wenn ich mal wegen nachlassender Sehkraft auf AF umsteigen würd, müßte ich wohl Canon "L" Festbrennweiten anschaffen, da mir der hohe Kunstoffanteil der anderen Optiken unangenehm ist. Außer wenn ich´s auch noch im Rücken und Arthrose bekommen - dann zählt vermutlich jedes Pfund und ich müßte auch da Kompromisse eingehen.

    Die fehlende Automatikblende habe ich schon versuchsweise durch den Einbau einer Canon EF Blende in Vergrößerungsobjektive und andere mal angegangen. Allerdings ist das ein massiver aufwendiger Umbau, also nichts für edle Gläser. Aber gerade bei Makro / Mikro ist eine fehlende Automatik-Blende bei Freihand-Arbeiten schon ein Hindernis auch für mich.

    Beim Akt/Porträt-Fotografie mit meinem Billig-Studioblitz habe ich mir teils auch eine automatische Blende gewünscht, allerdings liegt das auch am schwachen und nur proportional regelbaren Einstellicht. Eventuell muß ich da mal aufrüsten.

    Dein Umbau der Ausrüstung ist also auch für mich nur zu verständlich. Und bei einigen der Optiken kommen Dir ja auch sehr gute Ersatzobjektive ins Haus - um das Zeiss 135 beneide ich Dich jetzt schon :-)

    Bei so einem Umstieg primär wegen der Springblende würde ich mir auch das Nikon DSLR System überlegen - da geht die Kombination aus Springblende und manuellem Objektiv besser. Bei Pentax zwar auch, aber da würden mir die passenden Kleinbild DSLR Kameras fehlen.
    ---------------------------------------------------------------------------
    Kameras und Zubehör selbst reparieren, umbauen oder gänzlich selbst erstellen:
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  14. #8
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    Hallo zusammen,

    manchmal habe ich mich geärgert, dass ich an meine Nikon keine alten Objektive adaptieren kann. Aber meine ersten Versuche mit dem Leitax-Bajonett haben sehr deutlich gemacht, dass ich auf die Automatikblende nicht verzichten will. Jetzt bin ich sehr froh, dass ich ein Nikon-System habe, denn da gibt es unendlich viel Zeugs, dass ohne Adapter passt und somit eine Automatikblende bietet. Trotzdem habe ich mich zur Zeit ausschließlich auf Zeiss, Voigtländer und Nikon eingeschossen. Das ist zwar ziemlich teuer, bietet aber ohne Kompromisse das was ich suche.

    Liebe Grüße,
    Ralf

  15. Folgender Benutzer sagt "Danke", ralf3 :


  16. #9
    Vito
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    *hm*

    Ich kann den eingeschlagenen Weg auch durchaus nachvollziehen.
    Für mich habe ich gerade sozusagen umgekehrten Weg angefangen zu beschreiten.

    Bis vor einem halben Jahr habe ich mit dem Canon-EOS-System fotografiert und das vor allem mit lichtstarken Festbrennweiten (den im vorletzten Beitrag genannten "L"s). Ich dachte, ich sei am Ziel, was die Fotoausrüstung betraf und habe auch nur noch sporadisch in Foren gelesen. Dann, ja dann meldete sich plötzlich nach langer Zeit mal wieder mein Rücken und zwar so heftig, dass gleich zwei Bandscheiben von Vorfällen betroffen waren und ich dauerhaft nur noch geringe Gewichte schleppen kann. Eine 5D mit 35/1.4 und vielleicht noch eine Wechselobptik sind schon definitiv zu viel. Schweren herzens habe ich den Großteil meiner Ausrüstung an meinen besten Freund verkaufen können und habe mich erstmal "befreit" - vor allem auch von dem Druck, endlich wieder etwas fotografieren zu können.

    Schon etwas länger hatte ich immer interessiert zu den Messsucher-Systemen geschielt, aber es war mir auch klar, dass ich mir das noch nebenbei absolut nicht leisten kann. Mit dem Fuji-X-System kam dann das Objekt der Begierde schon in greifbarere Nähe und so habe ich die körperliche Einschränkung eben auch als Chance wahrgenommen und habe mich in die Welt der Systemkameras begeben (wobei ich die Fuji x auch schon dicht an den "Rangefindern" sehe). Manuelle Blende ist da nicht unebdingt störend, da der EVF schon sehr sehr gut ist, vor allem auch mit 3- oder 10-facher Vergrößerung (und ich bin vom 5D-Sucher schon verwöhnt). Für mein bisher einziges Fuji-Objektiv ist dann der optische Sucher auch ganz hervorragend und die Bilder sind qualitativ auch auf einem niveau, das sich nicht hinter dem EOS-System mit primes verstecken muss.

    Mit manuellen Blenden möchte ich aber auch nicht arbeiten müssen - ansonsten geniesse ich den Schritt zur meditativen manuellen Fotografie und zu den schönen adaptierten alten Optiken schon sehr...

    Viele Grüße
    Stefan

  17. Folgender Benutzer sagt "Danke", Vito :


  18. #10
    Moderator Avatar von Padiej
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    Je mehr man vom Werkzeug hat, umso schwerer wird es, das richtige zu wählen.

    Ein Upgrade auf High End Optiken, wie es Willi gemacht hat, ist ein guter Weg, von den anderen, guten Gläsern Abschied zu nehmen.

    Blitz und Blendenautomatik ist ein Thema, keine Frage. Ansonsten Blitzt man alle blind, bis es endlich passt.
    LG PETER (Freund manueller Objektive)
    Sony A7, A58, Panasonic GX 1, Panasonc FZ1000, Sigma DP2
    Objektive von 14mm - 500mm (auch mit Autofokus)
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