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Thema: Sigma 3.5/14mm FD nach EF Umbau..

  1. #1
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Standard Sigma 3.5/14mm FD nach EF Umbau..

    Das Sigma 3.5/14mm an der EOS 5D MKII

    Name:  sigma14_5D.JPG
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    hier einige Beispielfotos.. aus einem Nachbarforum, bei gutem Wetter aufgenommen..

    http://translate.googleusercontent.c...EmX3ekQwjfQvow


    Wohl eines der letzten 14mm Objektive, das von Sigma in rein manueller Version auch für Canon FD gebaut wurde.. und wie ich las, dann später auch als AF Version angeboten wurde.

    Heute hab ich den Umbau fertiggestellt und wollte es mal kurz mit einigen Randnotizen zeigen. Vor kurzem hatte ich über den Umau des Sigma 3.5-4.5/18-24mm Aspherical hier berichtet

    http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=15332

    In ähnlich einfacher Weise läßt sich dieses 14mm Sigma "mountseitig" umbauen. Wie sich bei beiden Sigmas nun herausstellte, sind Olympus auf EOS Adapter die ideale Grundlage um nach Entfernen des alten Mounts ohne Justage diesen Adapter aufzubringen und unendlich zu erreichen. Die Objektive bringen die benötigten "Spacer" für die "Feinjustage" in Form kleiner Distanzscheibchen, die man weiterverwenden kann und welche unterhalb des abgenommenen FD Mounts sitzen bzw. Teil des FD Mounts selbst sind, mit. Unter diesem Anpassungsaspekt sind diese Objektive prima Umbaukandidaten und noch mit einem recht geringen Aufwand umzubauen.

    Eine genaue Übersicht der Einzelteile und des Mount bitte im oben verlinkten Thread zum Sigma 18-35mm nachlesen. Im weiteren möchte ich mich aus zeitlichen Gründen auf die Unterschiede in der Konvertierung beschränken:

    Hier zunächst das umgebaute Objektiv, damit man es mal gesehen hat und weiß um welche Version es hier bei diesem Umbau geht:

    Name:  sigma14mm.JPG
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    Dieses Objektiv besitzt an seiner Rücklinsenfassung eine Halterung für Steckfilter, weil man an diesem Objektivtyp durch die immense Frontlinse und deren Kugelform keine Filter anbringen kann.

    Dieses Steckfiltersystem war zunächst auch die problematische Stelle bei der Frage, ob der Spiegel der EOS 5D MKII an ihm vorbei-segeln kann, oder ob er blockieren würde. Hier ein Bild des Steckfiltersystems..

    Name:  sigma-14filter.png
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    Nach der korrekten Justage mit den weiterverwendeten Spacern (es muss aber sehr genau gearbeitet werden), kommt der Spiegel der 5D MKII gerade eben daran vorbei. Es geht hier um 1/10mm, der darüber entscheidet, ob der Spiegel anschlägt oder nicht. Das ist wichtig, wenn man nicht auf diese Filteroption verzichten kann. Zur Not kann man den Halter dauerhaft abbauen und dann passt es in jedem Fall.

    Der gesamte Aufbau dieser Rücklinsen/Filterhalter Kombination ist starr. Nur die Rücklinse wandert in diesem starren Tubus rauf und runter.. und bildet damit auch die Lichtfalle für die Rücklinse, so das man sich ein zusätzliches Einbringen eines Tubus zur Reflexminderung sparen kann.

    Kommen wir nun zum "komplizierten" Teil des Umbaus.. der Wiederherstellung der Blendenfunktion.

    Anders als beim Sigma 18-35mm Zoom, wo ich einen Push/Pull Mechanismus einbauen konnte, ist dies bei diesem Sigma nur sehr schwer zu machen. Der Blendenring überträgt mit einem kleinen Zinken normalerweise seinen Zustand auf eine im abgenommenen FD Mount sitzenden und einem von einer Feder rückgestellten Hebel auf einen kleinen Pin, der auf einem Ring sitzend, die Blende entsprechend öffnet oder schließt.. also ursprünglich ein mit Federkraft arbeitenden Push/Pull Mechanismus.

    Geht hier leider nicht.. also musste etwas anderes "erfunden" werden. Eine direkte Kupplung dieses Pins mit dem Blendenring-Hebel..

    Hierzu muss eine Metall-Lasche so bearbeitet werden, dass sie einerseits ein Loch besitzt, in das der PIN eingerastet werden kann, andererseits muss diese Lasche mit dem Blendenring verbunden werden und justierbar bleiben. Ein schwieriges Unterfangen, das eine Menge "Hirnschmalz" kostete und deren Lösung ich aber hier einmal präsentiere.. (ich hoffe, man kann erkennen, wie es geht)..

    Name:  sigma14 blendenkupplung.JPG
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    Hier sieht man am kupferfarbenen Blendenringhebel, die zusätzliche Lasche, die nach unten an den Pin des Blendenmitnehmer-Ringes geht. Dieser ist durchgesteckt durch das eigens gefertigte Loch in der Lasche. Die Lasche selbst wurde mittels einer Lötverbindung mit dem Blendenringhebel (Kupfer).. verbunden..

    Der kuperfarbene Blendenringhebel sitzt am Blendenring und ist dort mit zwei Schrauben verschraubt. Löst man diese Schrauben, so kann der Schließwinkel der Blende justiert werden. Leider ist diese Justagemöglichkeit eingegrenzt, denn dieser Blendenringhebel läuft in einer Unterführung und ist anschlagsbegrenzt. Dies bedeutet, das die Lasche noch zusätzlich seitlich gebogen werden muss, um diesen Öffnungswinkel für die Offenblende zu erreichen..

    Dieser Versatz entspricht der Dicke des Hebels im abgenommenen FD Mount, der vorher diese Funktion ausübte..

    Das ist eigentlich das Wesentliche an diesem ansonsten einfachen Umbau..

    -----------------------------------

    14mm sind schon wirklich sehr hart an der Grenze dessen, was ich fotografisch als noch zu bewältigen ansehe.. man muss höllisch aufpassen, beim Fokussieren seine Finger nicht mit ins Bild zu bekommen und auch winzige Details an den Rändern beachten! Die Streulichtempfindlichkeit ist ebenfalls ein starkes Thema, auf das man achten sollte und möglichst seitliches Streiflicht meiden.

    Hier mal ein schnelles Foto, um die Verzeichnung zu zeigen. Nur in Vollauflösung, Blende f5.6..

    http://digicamclub.de/dunkelnetz.de/...14mm_56_gr.JPG


    Und hier noch ein Bild gegen Unendlich, um Vignettierung, CAs und Zentralschärfe beurteilen zu können.

    http://digicamclub.de/dunkelnetz.de/...4mm_56_gr2.JPG


    Weil das Fokussieren an der 5D MKII bei 14mm doch schon eine echte Herausforderung ist, wurde bei diesem Umbau ein Olyadapter mit Chip verwendet, der zumindest
    gute Ergebnisse in den meisten Fällen erbringt.

    LG
    Henry
    Geändert von hinnerker (21.02.2012 um 07:20 Uhr)
    Canon EOS 5D MKII, 5D MKI, Leica M8, Sony A7, Sony NEX 7.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

    Bitte denkt bei geplanten Anschaffungen daran, dass Foto-Einkäufe in unserem Shop


  2. #2
    Moderator Avatar von Padiej
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    Standard AW: Sigma 3.5/14mm FD nach EF Umbau..

    Hallo Henry!

    Am ersten Blick würde ich es für ein 14er Samyang halten. Aber ein FD ... um die 1980er, Hut ab vor Henry und FD-Sigma.

    Ich denke, diese Optiken sind auch auf Sensor voller Power. Leider habe ich nur Zoomlinsen aus dieser FD-Zeit, aber wer damals schon
    wusste, von der Qualität der Festbrennweiten, der wusste viel !!!!!!!!!!!!!
    LG PETER (Freund manueller Objektive)
    Sony A7, Nex5n, Nex6, Panasonc FZ1000
    Objektive von 14mm - 500mm (auch mit Autofokus)
    www.flickr.com/photos/padiej


  3. #3
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    Standard AW: Sigma 3.5/14mm FD nach EF Umbau..

    Wow Henry, super klasse wie du das wieder hinbekommen hast, da muss man erstmal darauf kommen mit der Blende
    Die Beispielbilder sind recht beeindruckend!
    LG

    Sven

  4. #4
    Teilzeit-Mod. ;) Avatar von LucisPictor
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    Standard AW: Sigma 3.5/14mm FD nach EF Umbau..

    Hut ab, Henry. Das geht eigentlich über einen "Umbau" schon hinaus. Das ist irgendwie schon ein Objektiv-NEUbau. Klasse gemacht. Ja, 14mm sind schon heftig. Mein Sigma 15-30 ist bei 15mm auch schon schwierig zu beherrschen. Ich erinnere mich an Renate, die beim DCC-Treffen in Marburg ein Sigma 12-24 für KB mithatte. Die Bilder bei 12mm waren extrem. Manchmal ärgere ich mich, dass ich ein Voigtländer 12mm und eine Bessa, die mir mal für einen guten Preis angeboten wurde, nicht gekauft habe. Aber andererseits wäre es nur wieder auf Film gewesen. Das mache ich kaum noch.
    Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
    ​Nikon, Sony, Leica, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
    >> Einführung | Meine (nicht aktuelle) Linsenliste | RetroCamera.de (Blog) | Altglasphase : 10
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