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Thema: Zerlegen und Reinigen eines MC Rokkor PF 58 1.4

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Standard Zerlegen und Reinigen eines MC Rokkor PF 58 1.4

    Ich hatte vor einiger Zeit mal ein Rokkor 58 1.4 fuer EOS umgebaut, entsprechend der Umleitung von cogitech (per google zu finden) fuer das Rokkor 58 1.2.
    Dieses Objektiv ist jetzt, da ich zwei 1.2er Canon habe, fuer mich ueberschuessig und ich wollte es einmal reinigen und von Pilz befreien bevor ich es verkaufe.

    Hier ein paar Bilder, die das Innenleben zeigen:

    Name:  Rokkor58141..jpg
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Größe:  44,5 KBName:  Rokkor58142..jpg
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Größe:  41,7 KBName:  Rokkor58144..jpg
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Größe:  19,0 KBName:  Rokkor58146..jpg
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Größe:  54,1 KBName:  Rokkor58148..jpg
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Größe:  54,5 KBName:  Rokkor58149..jpg
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Größe:  33,7 KBName:  Rokkor58143..jpg
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Größe:  25,7 KBName:  Rokkor58145..jpg
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Größe:  17,6 KBName:  Rokkor58147..jpg
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Größe:  25,1 KB

    Beim Zusammenbau hatte ich ein kleines Problem. Der Messingfarbene Ring hat ein inneres und ein aeusseres Gewinde. Das auessere ist mit dem Fokusring verbunden, im Inneren befindet sich ein weiterer Ring, der mit der Optik verbunden ist. Das ganze System scheint eine Art Getriebe zu bilden, das die geringe Ganghoehe des Fokusgwindes auf die steileren Ganghoehe der Optikhalterung uebertraegt. Beim Wieder-zusammensetzen habe ich mir den Muehsam durch Abschleifen erarbeiteten Undendlichpunkt verstellt. Und zwar gruendlich. Ich kann jetzt so weit ueber Unendlich hinaus fokussieren, dass ich mir das Schleifen des Objektivs wie in der cogitech-Anleitung vermutlich haette sparen koennen. Mir ist nur nicht ganz klar, was ich beim Zusammenbau falsch gemacht habe ? Aus anderen Anleitungen habe ich in Erinnerung, dass man den Helicoid manchmal um 90 oder 180 Grad versetzt einbaut um auf Undendlich zu kommen. Vielleicht habe ich ja sowas gemacht ?

  2. #2
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    Standard AW: Zerlegen und Reinigen eines MC Rokkor PF 58 1.4

    Interessanter Beitrag! Ich hätte gerne Dein Rokkor 58 1.4 EOS-Umbau...., schick mir Doch bitte ne PN wenn Du Interesse hast.

    LG Thomas

  3. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Standard AW: Zerlegen und Reinigen eines MC Rokkor PF 58 1.4

    Update:
    So, das Objektiv ist jetzt wieder so eingestellt, dass es korrekt auf Unendlich fokussiert. Dabei gibt es mehrere Dinge, die man verstellen kann.

    Man hat etwas Spielraum wie weit man den aeusseren Messingring eindreht und andererseits kann man den inneren Ring an verschienden Stellen ins innere Gewinde eindrehen,
    was sich auch nochmal auf die finale Position auswirkt. Wie im ersten Beitrag schon angedeutet habe ich da wohl urspruenglich einen Fehler gemacht, indem ich alles etwas weiter eingedreht hatte als es urspruenglich war bevor ich die Geradfuehrung (? richtiges Wort ?) festzog.

    Wenn man alles wieder grob eingestellt hat genueft fuer die Feineinstellung einfachl der Fokusring. Der hat unten eine Stelle, die etwas uebersteht (habe leider kein Bild gemacht und es mir auch nicht so genau angeschaut). Dieser Ueberstand dient als Anschlag fuer Unendlich.

    Wahrscheinlich ist das vom Konzept her fuer routinierte Objektivbastler nichts Neues, fuer mich als (fast noch) Anfaenger war aber einiges neu (mir fehlt z.T. auch das Wissen ueber die korrekten Namen der einzelnen Komponenten). Trotzdem hoffe ich, dass die Bilder u.U. von Nutzen sein koennen.

  4. #4
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Standard AW: Zerlegen und Reinigen eines MC Rokkor PF 58 1.4

    Zitat Zitat von OpticalFlow Beitrag anzeigen
    ... Geradfuehrung (? richtiges Wort ?) festzog. ...
    Die Geradführung ist in Bild Rokkor 58148 von Dir gezeigt und sorgt dafür, das der Helicoid Teil, der die optische Baugruppe trägt, gerade nach vorn und hinten bewegt werden kann ohne sich bei Drehbewegung des Fokusringes mit zu "verdrehen".
    An dieser Stange "gleitet" die optische Baugruppe an der Stange "geführt" vor und zurück.. Deshalb spricht man hier von einer Geradführung.

    Ja das mit dem Einfädeln in einen Helicoid ist eine Sache für sich. War trotz einiger Erfahrung mit solchen Sachen grad wieder am Verzweifeln bei der Neufettung des Schneckengangs meines gerade gekauften Carl Zeiss Ultron 1.8/50mm. Umgebaut.. alles in Ordnung mit unendlich, nur eben etwas straffe Fokussierung wegen des alten Fettes. Nach dem Wiederzusammenbau erreicht das Teil auf Teufel komm raus kein Unendlich mehr...
    Ich weiß nicht, wie viele Anläufe ich gebraucht habe, um dann entnervt fest zu stellen, dass der Schneckengang an einer Stelle eine kleine Macke hat, die bei Neueindrehung an einem Gewindeeinstieg kurz vor unendlich blockierte. Erst als ich dann die Helicoid-Teile des inzwischen dutzende Male wieder zerlegte Objektivs mit einer Lupe untersuchte, stellte sich dieser Schaden am Gewinde heraus, der unendlich nicht zuließ. An der defekten Stelle hab ich dann das Gewinde wieder gängig gemacht und nun klappte das auch alles wieder.

    Aber wie Du siehst, selbst als erfahrener Bastler kann man schon manchesmal "verzweifeln" und die Wand oder Mülltonne kann einem Objektiv dann fast näher sein, als die Hände, die an ihm arbeiten. Aber so hab ich es dann noch hinbekommen und das ist gut.

    Bilder von geöffneten Objektiven sind, egal wie es ausgeht, immer eine gute Sache. Helfen sie doch, sollte man mal mit einem der so gezeigten Objektive zu tun haben.. um sie zu reinigen, um lose Schrauben nachzuziehen oder auch um Glasflächen zu säubern oder verölte Blendenlamellen zu entfetten... alles an Bildern ist nützlich dabei.

    Deshalb vielen Dank für die Bilder, auch wenn ich Dir bei dem eigentlichen Problem nicht helfen konnte.

    Liebe Grüße
    Henry
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  5. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von OpticalFlow
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    Standard AW: Zerlegen und Reinigen eines MC Rokkor PF 58 1.4

    Hallo Henry,

    gut zu wissen, dass nicht nur ich das etwas fummelig finde. Hilfe in dem Sinne habe ich ja eigentlich nicht gebraucht, da ich das Problem,das nach dem ersten Zusammenbau auftrat an der richtigen Stelle vermutete. Es war eben nur etwas zeitaufwaendig, das alles wieder einzustellen und ich kam auch erst 2 Wochen spaeter dazu.
    Wegen dem Schaden im Helicoid an Deinem Ultron:
    Beim Auseinanderbauen fand ich uebrigens ein kleines Kuegelchen, das beim Umbau auf EF-Mount in die Linse reingefallen war (und nachdem ich vergeblich auf dem Kuechenboden herumgekrabbelt bin) - das haette auch leicht einen Gewindeschaden am Helicoid verursachen koennen. Glueck gehabt.

  6. #6
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Standard AW: Zerlegen und Reinigen eines MC Rokkor PF 58 1.4

    Zitat Zitat von OpticalFlow Beitrag anzeigen
    ....
    Beim Auseinanderbauen fand ich uebrigens ein kleines Kuegelchen, das beim Umbau auf EF-Mount in die Linse reingefallen war (und nachdem ich vergeblich auf dem Kuechenboden herumgekrabbelt bin) - das haette auch leicht einen Gewindeschaden am Helicoid verursachen koennen. Glueck gehabt.
    Hatte ich früher auch schon mal.. da war dann nix mit Unendlich, weil sich die Kugel nicht sichtbar, Murphys Gesetzen folgend, genau da im Fett am oberen Rand des Helicoids "einnistete" und ich mich fragte, warum verdammt komme ich nicht mehr auf Unendlich?... Und das war schon bei der Abnahme des alten Mounts passiert und die Kugel ins Innere gerutscht. Tolle Wurst.. erst nach Totalzerlegung des Objektivs (war glaub ich damals ein Canon FD 2/28mm) wurde die Kugel sichtbar... Gerade bei den FD SSC Objektiven muss man auch die Doppelkugel - Mimik und deren Aus- und Wiedereinbau erstmal verstehen, denn sonst hast Du nachher nur die ganzen Blendenschritte und die Kugel für die halben Blenden fehlen und damit auch die entsprechenden Zwischenblenden.. Blendenring rauf, Automatik (A-Mode Umschalterstiftbrücke) runterschrauben, erstes Kugelloch durch verdrehen des Blendenringes suchen, Kugel einführen.. Blendenring weiterdrehen bis zum zweiten Loch.. Kugel einführen, neutrale Stellung suchen, das beide Kugeln hinter dem Blendenring stecken und dann die Brücke wieder raufschrauben. Hat auch gedauert, bis ich das geschnallt habe.

    Deshalb schreibe ich eigentlich immer häufiger in meine Dokus als ersten Schritt unbedingt die Kugeln und Schrauben in kleine Behältnisse packen und erst dann weitermachen, wenn alle Teile gefunden wurden. Oft kleben die Kugeln im Fett unter Blendenringen oder am Objektivrumpf und manchmal hüpfen sie mitsamt der Andruckfeder einfach weg.

    Auch gern genommen als "Irre-Macher" sind Begrenzerschrauben, wie beim Carl Zeiss Ultron, die einfach einen Tick länger sind als die übrigen, weil sie einen spitz zulaufenden Dorn am Anfang haben. Wenn man sich die exakte Position der Schraube nicht gemerkt hat, ist man schonmal dabei, das gesamte Objektiv zu trennen, weil nun der Fokusring durchdreht und den Helicoid trennt. Prima Sache, wenn man dann kein zweites Objektiv des gleichen Typs hat, weil man sich dann erstmal die gesamte Mechanik durch zerlegen des Objektivs ansehen darf, um zu erfahren, wo die Schraube was begrenzt hat. Ich hatte glücklicherweise noch zwei weitere Objektiv aus der Icarex BM Reihe, wo ich dann vorsichtig die Schrauben nacheinander raus und wieder reingeschraubt habe, bis ich den Sitz dieser Begrenzerschraube dann "raus hatte"..

    Ist schon alles nicht ganz ohne... grins

    Und Mega Off-Topic.. aber da Dein Problem ja gelöst ist, kann man ja ein wenig aus dem Nähkästchen "plaudern"..

    LG
    Henry
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  7. #7
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    Standard AW: Zerlegen und Reinigen eines MC Rokkor PF 58 1.4

    ja ... irgendwann wird es bestimmt hilfreich sein :-)
    Ich habe einige Dinge vom Lesen in diversen Foren im Hinterkopf, was einige Male schon ganz nuetzlich war (obwohl ich bis jetzt erst 5 Objektive aufgeschraubt habe).
    Manche Sachen werden einem (oder zumindest mir) erst richtig klar, wenn man selbst vor dem Problem steht.

  8. #8
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von OpticalFlow Beitrag anzeigen
    ....
    Manche Sachen werden einem (oder zumindest mir) erst richtig klar, wenn man selbst vor dem Problem steht.
    Ja, genauso ist es.. und diese Unzahl von Dingen, mit denen man sich dann rumschlägt, anders als derjenige, der es nach einem festen Plan im Werk zusammengefügt hat, muss man die gesamte Mimik immer erstmal verstehen. Was da wie ineinandergreift und wofür zuständig ist, welche Dinge sich bei der kleinsten Unachtsamkeit wie auswirken..... ist schon nicht ganz ohne.

    Aber mit der Zeit kommt dann die Erfahrung dazu, was eigentlich wie sein muss... weil ein gewisses Schema da deutlich hilft. Insbesondere die klare Gliederung der entfernten Teile in Glasschälchen hat sich bei mir ungeheuer bewert. So sind die Sachen logisch beieinander, jede Schraube hat ihren festen "Partner" usw. Denn oft genug sind es genau diese Kleinigkeiten, die einen am Anfang verzweifeln lassen. Welche der Schrauben gehörte nun zu welchem Teil... und alles mit dem Meßschieber ausmessen nervt auch. Deshalb diese logische Ordnung mit der Ablage. Dann wird einem auch viel schneller klar, wie so ein Objektiv aufgebaut ist, weil die Teile in logischen Gruppen abgelegt wurden. Zettel und Schreiber für Notizen daneben und einen Edding zum markieren und schon wird das alles viel einfacher.

    LG
    Henry
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