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    Vorstand Avatar von marc
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    Standard Canon PowerShot G11 -Dauertest-

    Hi zusammen,

    IPS Hamburg stellt mir für unbegrenzte Zeit eine Canon PowerShot G11 für einen Dauertest zur Verfügung.

    Sobald eine G12 kommt, wird die G11 gegen die G12 getauscht und weiter geht der Test.

    Mehr demnächst hier!

    Hier schonmal paar Produkte rund um die G11:

    Geändert von marc (20.11.2009 um 12:34 Uhr)
    Vampire haben kein Spiegelbild. Dann dürften sie durch den Sucher einer DSLR eigentlich nicht zu sehen sein. Passt: Sehe keine.

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  3. #2
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    Standard AW: Canon PowerShot G11 -Dauertest-

    ------ Dauertestbericht, wird regelmäßig geupdatet; Kamera wurde mir von IPS Hamburg kostenlos als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt ------

    Die Canon G11 ist die aktuellste Kamera aus der bekannten G-Reihe von Canon. Die G10 galt schon als "sehr gute Kompaktkamera", die an der Kompaktkamera-Spitze ganz oben zu finden war.
    Mit der G11 hat Canon diese PowerShot-Kamera nochmals deutlich verbessert, ist bei erfreulichen 10 Megapixel geblieben und hat das Bildrauschen noch besser im Griff als bei der G10. Dazu aber gleich mehr.

    == Canon ==

    Canon Deutschland GmbH
    Europark Fichtenhain A10
    D-47807 Krefeld

    Kontakt:
    Tel.: +49 (0)2151 / 345 - 0
    Fax: +49 (0)2151 / 345 - 102

    == Technische Details (Auszug; alle Details auf der Canon-Homepage) ==

    - ca. 112,1 × 76,2 × 48,3 mm bei 355 Gramm Gewicht (ohne Speicherkarte und Akku)
    - Bildsensor: 1/1,7 Zoll (CCD)
    - 10 Megapixel
    - Bildprozessor: DIGIC 4 mit iSAPS-Technologie
    - Brennweite 28-140mm (KB)
    - Lichtstärke: 1:2,8–4,5
    - HDMI-Ministecker Anschluss sowie Audio-/Videoausgang (PAL/NTSC) und High-Speed USB
    - optischer Bildstabilisator
    - 9-Punkt-AiAF (verknüpft mit Face Detection)
    - Nahaufnahen ab ca. 1 cm (Weitwinkel) ab Objektivvorderseite im Makromodus
    - Messverfahren: Mehrfeldmessung (verknüpft mit Face Detection), mittenbetonte Integralmessung, Spotmessung (Mitte oder verknüpft mit Face Detection oder FlexiZone-AF)
    - ISO AUTO, 80, 100, 200, 400, 800, 1.600 sowie 3.200
    - Verschlussgeschwindigkeit: 1 – 1/4.000 Sek. (Werkseinstellung), 15 – 1/4.000 Sek.
    - Weißabgleich: Automatik (inkl. Face Detection WB), Tageslicht, Bewölkt, Kunstlicht, Fluoreszenz, Fluoreszenz hoch, Blitz, Unterwasser, Custom1, Custom2 sowie Weißabgleichkorrektur
    - der Sucher ist ein optischer Realbild-Zoomsucher mit Dioptrienausgleich
    - Display dreh- und schwenkbar, 7,11 cm (2,8 Zoll) PureColor LCD II (TFT), ca. 461.000 Pixel, 100% Sucherbild. Helligkeit einstellbar in 5 Stufen
    - integrierter Blitz sowie Blitzschuh, kürzeste Verschlusszeit: 1/2.000 Sek. mit Blitz
    - manuelle Blitzleistung: 3 Stufen mit internem Blitz (bis zu 19 Stufen mit externen EX-Speedlites 270EX und 430EX II, bis zu 22 Stufen mit 580EX II); Blitzreichweite 50 cm–7,0 m (Weitwinkel) sowie 4,0 m (Tele)
    - Videos in 640 x 480 bei 30 B/s oder 320 x 240 bei 30 B/s. Maximal 60 Minuten am Stück oder 4GB
    - Speicherkarten: SD, SDHC, MMC, MMCplus sowie HC MMCplus
    - RAW-Modus

    == Auspacken, ansehen, anfassen ==

    Die G11 schnell ausgepackt, dann erstmal: Staunen. Fühlt sich sehr wertig an, klasse verarbeitet. So viele Knöpfe... wo ist die Anleitung? Ah, da... Anleitung wieder zur Seite gelegt, bisher eh fast noch nie eine Anleitung gelesen.
    Und mittels "Learning by Shooting" (r) die G11 sehr gut kennengelernt. Aber der Reihe nach.
    Die G10 hatte ich damals ab und an in Händen, aber nie länger als einen Tag. Canon ist sich hier treu geblieben und hat auch der G11 einen separaten Drehknopf für ISO und für die Belichtung gegeben. So spart man sich den mühsamen Weg über das Menü. Wirklich extrem praktisch! Andere Funktionen wie Blende, Zeit, Blitz oder Makroaufnahmen können mit dem Navigationskreuz schnell angesteuert werden. Wer dies alles nicht möchte, kann über das Menürad einfach "Quickshot" auswählen, hier übernimmt die G11 so ziemlich alles; man muss dann jedoch über das Display suchen; der optische Sucher ist deaktiviert. Die Auslöseverzögerung liegt dann laut Hersteller bei sehr schnellen 0,15 Sekunden; sonst liegt sie bei 0,46 Sekunden (was nicht überragend schnell ist!).

    Die Haptik der Kamera ist schon eine Klasse für sich. Mit rund 400 Gramm (inkl. Akku) hat die Kamera ein angenehmes Gewicht, für die Hosentasche ist sie aber zu dick.
    Besonders angetan hat es mir das schwenk- und neigbare Display. Dies hatte mir auf einigen Weihnachtsparaden und Leuten vor mir das eine oder andere Bild gerettet, welche ich auch anschließend gut verkaufen konnte.
    Die 2,8" sind sehr gut geeignet, das Display als Sucher zu benutzen. Die Auflösung mit 461.000 Pixeln ist mehr als brauchbar.

    Etwas klein geraten ist der Sucher, den ich jedoch aufgrund des sehr guten Displays bisher kaum eingesetzt habe.
    Praktisch auf alle Fälle die Möglichkeit, einen externen Blitz anzuschließen.

    == Fotos im Tagesgeschehen ==

    Das Wichtigste für mich ist die Fotoqualität - die G11 hat unsere alte IXUS 950 IS abgelöst, die einfach nur schlechte Bilder (vom Rauschen her) bereits ab ISO 200 gemacht hat. Die G11 mit 10 Megapixel auf einem 1/1,7 Zoll CCD-Sensor sollte da doch locker mehr her geben.

    Ohne eine Reihenfolge einzuhalten hier mal meine Erfahrungen aus 4 Wochen Dauernutzung.

    Rauschtechnisch ist die G11 ziemlich gut aufgestellt. Man kann locker mit ISO 800 fotografieren, ohne die Bilder anschließend am PC entrauschen zu müssen. Mit höheren ISO-Werten kommt es dann auf das Motiv an. Bei Dunkelheit sieht man dann schon deutlicher Rauschen, die Bilder werden auch deutlich merkbar weicher. Dies ist am PC dann kaum noch zu korrigieren. Die G10 hatte im Vergleich bei ISO 800 schon sehr stark gerauscht, die G11 ist hier um Längen vorraus.
    Wer mit wenig Licht auskommen muss, kann auf den Low-Light-Modus zurückgreifen. Hier werden 4 Pixel auf einen zusammengefasst, was dann aber nur noch 2,5 Megapixel Auflösung bedeutet. Dafür kann man auf einen Blitz und meist auch ein Stativ verzichten. Wer es ganz hart braucht, kann auf ISO 12.800 gehen, die Qualität ist dann aber wirklich entsprechend schlecht.

    Empfehlenswert mit einer passend großen Speicherkarte ist das RAW-Format. Hier sind später einfach mehr Möglichkeiten gegeben, um evtl. etwas verhauene Bilder noch zu retten.
    Weniger toll ist die Auslöseverzögerung - hier ist die G11 im Vergleich zu anderen Kameras nur Mittelmaß, was mit dem Nachfolger G12 unbedingt behoben werden muss. Gut widerum ist der Akku - dieser ist enorm leistungsstark, hat bei mir erst nach 900 (!) Aufnahmen schlapp gemacht (Display als Sucher, wenig Blitz).

    Gezoomt wird zwischen 28-140mm (KB) und einer Lichtstärke von 1:2,8–4,5. Damit ist die G11 im Tele nicht wirklich die "Hellste", der Brennweitenbereich (5fach optisch) deckt aber den Standardbereich gut ab und kann durch einen Konverter in der Brennweite noch verlängert werden, dies geht jedoch auf Kosten der Bildqualiät. Im Weitwinkel sind leider starke Verzeichnungen sichtbar, die am PC unbedingt behoben werden mussen, dafür ist die Vignettierung gleich 0. Auch die Schärfe ist durchgängig gut bis sehr gut. ISO 100 bis 400 merkt man nicht, die Bildqualität ist extraklasse, erst ab ISO 800 geht es sehr langsam ins Negative, erwähnte ich ja bereits weiter oben.

    Gern setze ich auch den integrierten Blitz ein, wobei man auch einen externen Blitz anschließen kann. Der interne Blitz lässt sich runter- oder raufgegeln, was blitzen aus nächster Nähe einfacher gestaltet.
    Die Bilder wirken trotz Blitz immer noch äußerst natürlich, was ich so sogar noch nicht einmal mit meiner DSLR (Canon 40D) hinbekommen habe.

    Die Auslöseverzögerung hatte ich bereits angekreidet, da kann sich der sehr zuverlässige Autofokus leider mit einreihen. Er ist zu langsam, deutlich zu langsam. Bis zur Scharfstellung vergeht mindestens eine halbe Sekunde, kann auch länger sein. Das ist bei schnellen Motiven wie meiner Tochter natürlich tödlich.

    Die besten Fotos habe ich gemacht, indem ich mit der ISO nie über 800 (eher 400) gegangen bin, leicht unterbelichtet habe und gern auf den Blitz verzichte. 24mm nutze ich aufgrund der Verzeichnungen selten, ich gehe lieber einen Schritt zurück wenn möglich und leg so ab 32-35mm los. Dann sind die Bilder verzeichnungsfrei und bedarfen nicht zwingend einer Nachbearbeitung.

    == Videos ==

    Videos - ein Schwachpunkt der G11. Leider fehlt hier HD. Anstatt mit 720p aufzunehmen muss man sich mit 640x480px zufrieden geben, der Sound (das Mikro ist sehr gut!) ist eher blechern und auch nicht HD oder Stereo (man kann auch kein Mikrofon separat anschließen!), der Zoom ist stillgelegt während des Filmens und es wird noch im alten .mov-Format abgespeichert anstelle des neueren H.264 Codes.
    Kleine Videos mal zwischendurch okay, aber auch hier muss die G12 dringend nachlegen.

    == Preis ==

    Im Internet lag der Preis Mitte Dezember 2009 bei rund 450 Euro - das ist ein seeeehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, bei dem man wirklich nicht meckern kann. Es gibt tatsächlich (seriöse) Onlineshops, die die Kamera noch für 699 Euro anbieten - wer hier kauft ist selber schuld.

    Als Zubehör kann man optional einen Telekonverter erwerben sowie ein Unterwassergehäuse oder Speedlite-Blitze.
    Das UW-Gehäuse liegt bei rund 150-170 Euro.

    == Fazit ==

    Trotz der langsamen Auslöseverzögerung und den nicht wirklich befriedigenden Video-Modus ist die G11 die derzeit wohl beste digitale Kompaktkamera wenn es um die Bildqualität geht gepaart mit Features wie einem dreh- und schwenkbaren Klappdisplay, RAW Modus, optischen Sucher, die Möglichkeit, externe Blitze anzuschließen, starker Akkulaufzeit und einer ansprechenden Brennweite. Es gibt wohl kaum vergleichbare Modelle, die auch in dieser Klasse mitspielen.

    == Wunschliste für die G12 ==

    - evtl 3" Display
    - 720p HD-Video mit HD-Sound
    - schnellerer AF und schnellere Auslöseverzögerung
    - bessere Verzeichnungswerte bei 24mm

    == Alternative(n) ==

    Alternativen gibt es nicht viele - an die sehr gute Bildqualität heranzukommen ist schwer.
    Die Panasonic LX3 ist mit F2.8 durchgehend lichtstark, rauscht aber deutlich stärker. Etwas langsamer ist sie auch, kostet dafür aber auch 180 Euro weniger.
    Panasonics GF1 ist teurer und größer, könnte der G11 aber sicherlich das Wasser reichen - hier kann man auch die Objektive wechseln, aber genau das wollte ich nicht. Daher die G11.
    Vampire haben kein Spiegelbild. Dann dürften sie durch den Sucher einer DSLR eigentlich nicht zu sehen sein. Passt: Sehe keine.

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