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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zuiko (Olympus, Panasonic 4/3) ZUIKO DIGITAL ED 12 - 60 mm 1:2,8 - 4,0 SWD



marc
16.10.2009, 13:37
Zusammen mit der Olympus E-3 bekam ich das Zuiko 12-60/2.8-4 Objektiv geschickt, womit ich die E-3 einmal ausführlich testen sollte. Ich dachte zunächst, dass mir Olympus das (deutlich) billigere 14-54er Kit-Objektiv schickt; stattdessen bekam ich das knapp 1000 Euro teure 12-60er Objektiv, welches wirklich sehr gut mit der E-3 harmoniert hat.

Kurz und knapp:

* 5fach Zoom
* Extreme Weitwinkel-Leistung von 12 mm (24 mm)
* Supersonic Wave Drive
* Staub- und spritzwassergeschützt


Das "ED" im Namen bedeutet "Extra-low Dispersion"; eine Glaslinse für optimale Bildergebnisse, welche chromatische Aberrationen im gesamten Bildbereich effektiv reduzieren soll. Das verbaute Supersonic Wave Drive (SWD) Autofokus-System arbeitet mit einer äußerst guten Präzision und Kontrolle, das Objektiv erzielt mit dem SWD in Verbindung mit der E-3 bisher unerreichte Autofokus-Geschwindig keiten. Das Objektiv ist zudem spritzwasserge schützt, enorm lichtstark und hat einen angenehmen Brennweitenbereich als "Immer-drauf"-Objektiv. Eine noch stärkere Vergrößerungsleistung bietet die Kombination mit dem 2,0fach Telekonverter.


Im Lieferumfang enthalten:

* Bedienungsanleitung
* Garantiekarte
* LC-72B (Objektivdeckel)
* LH-75B (Gegenlichtblende)
* LR-1 (Objektivbajonettdeckel)


Angekündigt wurde das 12-60er om Oktober 2007, ehe es im November 2007 zeitgleich mit der E-3 auf den Markt gebracht wurde. Olympus hat das Objektiv in die "Pro"-Reihe eingestuft, die zweitbeste Klasse für Zuiko-Objektive. Durch den Crop-Faktor von 2 hat man einen KB-Brennweitenbereich von 24-120mm, was einem 5fach optischen Zoom entspräche. Durch die 24mm kann man ansprechende Architekturaufnahmen machen, 120mm hingehen reichen meist gut aus, um zum Beispiel in Zoos zu fotografieren oder an bestimmten Standorten auf einem Flughafen. Für echte "Naturwildlife-Fotografie" sind 120mm natürlich zu wenig, auch wenn mit dem 2er Telekonverter ein Brennweitenbereich bis 240mm machbar wären. Qualitativ dürfte das dann aber nicht der Oberhammer sein. Auch für Porträtaufnahmen eignet sich dieser Brennweitenbereich bestens.

Der Motor des Objektivs ist ein sehr schneller Ultraschallmotor, welcher von Olympus SWD (Supersonic Wave Drive) genannt wurde. Zusammen mit der E-3 sollder Autofokus dermaßen schnell sein, dass kein anderer Hersteller derzeit mithalten kann. Und in der Tat war bei meinen Testaufnahmen der Autofokus eines der großen Highlights in der Bedienung. Der manuelle Fokussierring kann aufgrund des Ultraschallmotors jederzeit von Hand bedient werden, ohne vorher auf MF umstellen zu müssen. Weiter hat Olympus einen Staub- und Spritzwasserschutz integriert, damit die Glaselemente nicht beschädigt / verschmutzt werden. Die ganze Verabreitung an sich wirkt sehr hochwertig.

Die Naheinstellgrenze liegt bei 25cm, was schon sehr gut ist für diesen Brennweitenbereich.

Wer Filter einsetzen möchte, muss einen Durchmesser von 72mm berücksichtigen.
Das Gewicht des Objektivs liegt bei knapp 580 Gramm, der Durchmesser des Teils liegt bei knapp 8 cm und etwa 10 cm Länge (eingefahren).

Preislich liegt das 12-60er bei rund 1000 Euro; mit Glück kann man es auch für knapp 900 Euro ergattern, wenn man ein wenig sucht.


Zur Verarbeitung an sich hatte ich bereits alles Wichtige gesagt. Zur Bildqualität aber noch zu wenig, was ich nun nachholen möchte.
Das 12-60er bietet eine gute bis wirklich sehr gute Abbildungsleistung. Es ist knackscharf, auch noch bei 120mm. Wie es mit einem Telekonverter ausschaut weiss ich leider nicht; aber die 12-60mm sind praktisch durchgehend scharf. Schade, dass die gute Lichtstärke von F/2.8 nicht durchgehend ist, sondern im Tele von F/4.0 abgelöst wird. Wohl der einzige Wehrmutstropfen. Ansonsten ist das Objektiv nicht nur pfeilschnell, sondern bringt lebendige Farben mit vielen Details wunderbar auf den Bildschirm oder das Papier. Die Verzeichnungen bei 12mm halten sich in Grenzen, sodass eine nachräglich Bildbearbeitung ggf. nicht nötig ist oder aber sehr schnell vonstatten geht. Das Tamron 11-18mm damals an meiner Canon 350D (auch damals...) hatte deutlich mehr Verzeichnungen.

Die CAs sind ebenfalls kaum vorhanden, was für die sehr guten ED-Gläser spricht.

Auch bei 120mm arbeitet der Autofokus noch treffsicher und schnell - das 12-60er ist damit für mich an der Olympus E-3 das ideale Immer-drauf-Zoomobjektiv, sofern man den Preis zu zahlen bereit ist.


Mein Fazit: Ein äußerst hochwertiges Objektiv mit guten bis sehr guten Bildergebnissen; einziger minimaler Kritikpunkt ist die Lichtstärke, welche auch gerne noch bis 120mm bei F/2.8 hätte liegen dürfen.


+++++++++ ACHTUNG +++++++++

Wie Olympus in einer Service-Ankündigung im Februar mitteilte, arbeitet der Autofokus bei einer bestimmten Charge des Zooms Zuiko Digital ED 2,8-4/12-60 mm SWD „nicht in der beabsichtigten Weise“. Olympus bietet die kostenlose Inspektion und Reparatur an. Laut der Olympus-Notiz trat bei Objektiven mit Seriennummern zwischen 230005416 und 230010688 ein Fehler während des Herstellungsprozesses des Autofokus-Antriebs auf, der dazu führt, dass der Autofokus nicht ordentlich funktioniert (die manuelle Scharfstellung geht). Betroffene Objektive werden von Olympus kostenlos repariert. Adressen für Kontaktaufnahme und Rücksendung finden sich hier: http://www.olympus.de/digitalkamera/service-ankuendigung_7896.htm

+++++++++ ACHTUNG +++++++++